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Spekulationen um Stützungskäufe helfen China-Börsen

Zu Handelsbeginn verzeichneten die Aktienindizes in Asien erneut grosse Kursverluste. Danach setzte eine Erholung ein.

Die Kurse in China gingen seit Mitte Juni um 40 Prozent zurück: Verlauf des Shanghai Composite am 2. September 2015. (Grafik: Bloomberg)
Die Kurse in China gingen seit Mitte Juni um 40 Prozent zurück: Verlauf des Shanghai Composite am 2. September 2015. (Grafik: Bloomberg)

Die Sorge vor einer weltweiten Konjunkturschwäche hat am Mittwoch den dritten Tag in Folge die Kurse an vielen Aktienmärkten in Fernost gedrückt. In China wirkten die enttäuschenden Konjunkturdaten vom Vortag noch nach, die auch die Wall Street deutlich ins Minus gezogen hatten.

Hinzu kamen unerwartet schwache US-Industriedaten. Damit verflog die Hoffnung der Investoren, die Nachfrage aus den USA werde den weltweiten Wachstumsmotor in Schwung halten. Spekulationen um weitere Stützungskäufe glichen in China aber einen Grossteil der Kursverluste im Handelsverlauf wieder aus.

Erholung nach anfänglichem Kurssturz

An der Börse in Shenzhen rutschten die Kurse zu Handelsbeginn mehr als vier Prozent ab. In Shanghai büsste der Index zwischenzeitlich sogar 4,6 Prozent ein. Die Kurse erholten sich allerdings, als Spekulationen die Runde machten, die Regierung werde den Druck für Stützungskäufe erhöhen.

Damit soll der Markt vor einem weiteren Abrutschen bewahrt werden. Das China Securities Journal berichtete am Mittwoch, neun chinesische Broker hätten bereits zugesagt, für den Kauf von Aktien Geldmittel von umgerechnet 4,7 Milliarden Dollar bereitzustellen. Der Index in Shenzhen schaffte daraufhin ein minimales Plus von 0,1 Prozent, der Shanghai Composite schloss mit einem Minus von 0,2 Prozent.

In Hongkong büssten die Kurse dagegen mehr als ein Prozent ein. In Japan sorgten Schnäppchenjäger zunächst für Gewinne. Die Sorge um das Wirtschaftswachstum in China gewann dann aber die Oberhand und liess den Nikkei-Index 0,4 Prozent tiefer mit 18'095 Punkten aus dem Handel gehen. Kursverluste verbuchten vor allem Unternehmen, für die die Volksrepublik ein wichtiger Abnehmer ist. Dazu gehören etwa Öl- und Stahl-Konzerne sowie Speditionen. Der MSCI-Index asiatisch-pazifischer Aktien ausserhalb Japans notierte ebenfalls 0,4 Prozent niedriger.

SDA/chk/rub

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