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Börsen: Investoren wittern Strohfeuer

Die Jubelsprünge an den weltweiten Börsen infolge des milliardenschweren EU-Hilfspaktes am Montag könnten nicht von langer Dauer sein. Dies ist das Resultat einer neuen Umfrage.

38 Prozent der Befragten sehen nur eine kurzfristige Beruhigung der Märkte: Börsenkurse.
38 Prozent der Befragten sehen nur eine kurzfristige Beruhigung der Märkte: Börsenkurse.
Keystone

Einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des in Düsseldorf erscheinenden «Handelsblatts» zufolge misstraut die grosse Mehrheit der professionellen und privaten Anleger dem 750 Milliarden Euro teuren Auffangschirm für finanziell in Bedrängnis geratene EU-Staaten. Lediglich 11 Prozent der 3100 befragten Investoren sehen darin eine tragfähige Lösung.

Hingegen wittern 38 Prozent nur eine kurzfristige Beruhigung der Märkte. Weitere 50 Prozent rechnen dem Bericht zufolge damit, dass sich die Verschuldungskrise und die Spekulation gegen den Euro sowie einzelne klamme Länder mittelfristig fortsetzen wird.

Die EU-Finanzminister hatten sich in der Nacht zu Montag in einer Blitzaktion auf den gigantischen Schutzschirm geeinigt. Insgesamt stehen 750 Milliarden Euro bereit, davon kommen 440 Milliarden Euro an Kreditgarantien aus der Euro-Zone und 60 Milliarden Euro aus einem EU-Budget für Notfälle. Der Internationale Währungsfonds (IWF) steuert 250 Milliarden Euro bei.

ddp/sam

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