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Britisches Pfund fällt auf tiefsten Wert seit 1985

Die Ankündigung der britischen Premierministerin Theresa May zum Brexit-Verfahren ängstigt die Anleger. Sie reduzieren Engagements in britischer Währung.

Die Regierung will den EU-Austritt Ende März 2017 einleiten: Britische Pfund-Noten.
Die Regierung will den EU-Austritt Ende März 2017 einleiten: Britische Pfund-Noten.
Andy Rain, Keystone

Das britische Pfund ist auf den niedrigsten Stand seit 1985 gefallen. Der Wert lag heute mit 1,2750 Dollar so tief wie zuletzt vor 31 Jahren. Das Pfund stand zeitweise leicht unter 1.25 Franken.

Investoren befürchten, dass die britische Regierung bei den Brexit-Gesprächen den Fokus auf das Thema Einwanderung legt – und nicht etwa darauf, dass Händlern der Zugang zum EU-Binnenmarkt erhalten bleibt.

Abwärts: Kursverlauf des Britischen Pfunds in US-Dollar. (Screenshot Bloomberg.com)
Abwärts: Kursverlauf des Britischen Pfunds in US-Dollar. (Screenshot Bloomberg.com)

«Ausländischen Aktienhändlern macht Theresa Mays augenscheinlich heitere Einstellung zum Verlassen des Binnenmarktes Angst», sagte die Forschungsleiterin und Finanzexpertin Kathleen Brooks von Forex.com.

Arbeit an Verhandlungsstrategie

Die britische Premierministerin May hatte am Sonntag angekündigt, ihre Regierung werde den EU-Austritt Grossbritanniens Ende März 2017 einleiten.

In ihrer Rede vor dem Parteitag ihrer konservativen Tories in Birmingham sagte May später, die Entscheidung gebe Grossbritannien Zeit, seine Verhandlungsstrategie zu entwickeln und seine Ziele festzulegen.

Britische Baukonjunktur gewinnt an Fahrt

Gute Zeichen für die britische Wirtschaft kommen aus der Baubranche. Diese wächst nach dem Brexit-Votum erstmals wieder. Der Einkaufsmanagerindex für die Branche kletterte im September überraschend um 3,1 auf 52,3 Punkte, wie das Institut IHS Markit am Dienstag zu seiner Firmenumfrage mitteilte.

Damit liegt das Barometer erstmals seit Mai wieder über der Marke von 50 Zählern, ab der es Wachstum signalisiert. Ökonomen hatten einen Rückgang auf 49,0 Punkte erwartet.

Die Regierung in London will mit umgerechnet 5,75 Milliarden Pfund die Bauwirtschaft in Schwung bringen. Mit dem Geld solle gegen die Wohnungsknappheit vorgegangen werden. So soll zusätzliches Bauland ausgewiesen, zudem sollen vergünstigte Kredite vergeben werden.

Die Lage am Immobilienmarkt hat sich zwar nach dem Brexit-Votum etwas entspannt, die Preise sind gerade in den grossen Städten aber immer noch so hoch, dass sich viele junge Leute und Geringverdiener keine Wohnung leisten können.

AP/rub

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