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Bund soll neue Strassen in Wäldern finanzieren

Nach dem Frankenschock steigt im Parlament der Druck, die Holzbranche finanziell zu unterstützen. Umweltschützer warnen davor. SVP-Politiker kontern, eine bessere Holznutzung sei sinnvoller Klimaschutz.

Die Holzbranche will die Waldstrassen ausbauen. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)
Die Holzbranche will die Waldstrassen ausbauen. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

Die Dimensionen sind beachtlich: Durch die Schweizer Wälder ziehen sich last­wagentaugliche Strassen auf einer Länge von 30'000 Kilometern. Zum Vergleich: Das Nationalstrassennetz ist sechzehnmal kleiner. Nun soll dieses Geflecht weiterwachsen. Der Berner SVP-Nationalrat Erich von Siebenthal will den Bund verpflichten, Erschliessungen ausserhalb des Schutzwaldes finanziell zu fördern; im Schutzwald übernimmt der Bund diese Aufgabe bereits, weil dessen Pflege von öffentlichem Interesse ist. «Vielerorts sind ergänzend neue oder verstärkte Waldstrassen notwendig», sagt von Siebenthal, der als Präsident der Berner Waldbesitzer amtet. Nur so lasse sich der brachliegende Rohstoff Holz mit modernen Bewirtschaftungsverfahren wie Seilkransystemen optimal gewinnen.

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