Zum Hauptinhalt springen

China will alle relevanten Daten seiner Bürger sammeln

Offiziell will das Land mit einem zentralen Datensatz das Finanzsystem ­stabilisieren. Kritiker ­sehen darin einen Schritt zur totalen Kontrolle.

Jeder zählt: Chinesische Studentinnen und Studenten bei der morgendlichen Ertüchtigung. Foto: Reuters
Jeder zählt: Chinesische Studentinnen und Studenten bei der morgendlichen Ertüchtigung. Foto: Reuters

Aktivisten der chinesischen Demokratiebewegung von 1989 sind bis heute vom öffentlichen Leben der Volksrepublik abgeschnitten. Nur mühsam finden sie eine Wohnung oder eine Arbeitsstelle, weil ihr polizeiliches Führungszeugnis sie als Dissidenten ausweist. Der Staat treibt sie bewusst in die soziale Isolation, weil sie dort mit ihrem konterrevolutionären Gedankengut kaum Schaden anrichten können. Für die innen­politischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts wappnet sich die allein regierende Kommunistische Partei nun mit einer vergleichbaren Isolations­strategie. Die 1,3 Milliarden Bürger des Landes sollen mithilfe von Big Data kontrolliert und zu gehorsamen Staats­bürgern erzogen werden. Das Credo ­damals wie heute: Wer aus der Reihe schert, bekommt Schwierigkeiten.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.