Zum Hauptinhalt springen

Chinas Konjunkturdaten treiben New Yorker Börsen an

Die amerikanischen Börsen steigen munter weiter. Dow Jones, Nasdaq und S&P500 haben alle mehr als zwei Prozent zugelegt.

Es geht aufwärts: Die New Yorker Börse schliesst zum zweiten Tag in Folge klar im Plus.
Es geht aufwärts: Die New Yorker Börse schliesst zum zweiten Tag in Folge klar im Plus.
Richard Drew/AP

Die Wall Street hat nach dem grössten Tagesgewinn seit vier Jahren ihren Höhenflug am Donnerstag fortgesetzt. Börsen-Beobachter verwiesen auf die sich erholenden Kurse in China, wo es zuletzt grosse Sorgen um eine Abkühlung der dortigen Wirtschaft und in der Folge einen wochenlangen Crash am Aktienmarkt gab.

Deswegen gehen viele Marktteilnehmer mittlerweile davon aus, dass die US-Notenbank Fed die Wirtschaft noch länger mit billigem Geld versorgen wird. Eine Zinserhöhung im September ist für die meisten Experten mittlerweile vom Tisch. Die US-Notenbankerin Esther George riet zur Vorsicht.

BIP steigt stärker als erwartet

Weil die US-Wirtschaft aber brummt, dürfte es zum Jahresende so weit sein. Im zweiten Quartal kletterte das Bruttoinlandsprodukt aufs Jahr hochgerechnet um 3,7 Prozent, stärker als von Ökonomen erwartet. Händler sprachen von einer guten Stimmung an den Börsen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 2,3 Prozent höher auf 16'654 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 kletterte um 2,4 Prozent auf 1987 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 2,5 Prozent auf 4812 Punkte.

Im Mittelpunkt des Handels standen unter anderem die Aktien von St Jude Medical, die sich um über vier Prozent verteuerten. Laut «Financial Times» steht ein 25 Milliarden Dollar schweres Übernahmeangebot im Raum. Der Pharmakonzern Abbott dementierte aber, Interesse zu haben.

Kräftiger Kursanstieg am Rohstoffmarkt

Kräftig steigende Kurse verzeichnete auch der Rohstoffmarkt: Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI verteuerten sich jeweils um rund zehn Prozent. Seit Monatsbeginn haben die Preise wegen der Sorge vor einer sinkenden Nachfrage aus China rund 18 Prozent nachgegeben. Händler rechneten langfristig mit weiter sinkenden Preisen – das Thema China sei noch nicht ausgestanden, sagte ein Börsen-Beobachter.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,26 Milliarden Aktien den Besitzer. 2803 Werte legten zu, 324 gaben nach und 86 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,34 Milliarden Aktien 2209 im Plus, 638 im Minus und 111 unverändert.

Die US-Kreditmärkte fanden keine Richtung. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 4/32 auf 98-11/32. Die Rendite stieg auf 2,186 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich dagegen um 3/32 auf 98-31/32 und rentierte mit 2,928 Prozent.

SDA/ofi

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch