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Das kostet der Budgetstreit die USA – und die Welt

Das Schlimmste konnte in den USA in letzter Sekunde verhindert werden. Doch politischer Streit und wirtschaftliche Unsicherheit halten die Welt weiter im Würgegriff. Das hat weitreichende Folgen.

An den Kapitalmärkten wurde der Budgetstreit besonders intensiv verfolgt. Folgen hat die Auseinandersetzung vor allem wegen der US-Geldpolitik. Im Bild: Eine Rede des republikanischen Mehrheitsführers im Repräsentantenhaus wird auf einem Bildschirm an der New Yorker Börse übertragen.
An den Kapitalmärkten wurde der Budgetstreit besonders intensiv verfolgt. Folgen hat die Auseinandersetzung vor allem wegen der US-Geldpolitik. Im Bild: Eine Rede des republikanischen Mehrheitsführers im Repräsentantenhaus wird auf einem Bildschirm an der New Yorker Börse übertragen.
Richard Drew, Keystone
US-Präsident Obama dürfte trotz des Kompromisses weiter unter Druck geraten, rasch weitere Sparmassnahmen zu beschliessen. Für die Konjunktur der USA wäre das aktuell Gift. Nötig wären dagegen glaubwürdige mittelfristige Sparstrategien.
US-Präsident Obama dürfte trotz des Kompromisses weiter unter Druck geraten, rasch weitere Sparmassnahmen zu beschliessen. Für die Konjunktur der USA wäre das aktuell Gift. Nötig wären dagegen glaubwürdige mittelfristige Sparstrategien.
Charles Dharapak, Keystone
Die Hoffnungen ruhen jetzt auf der designierten Nachfolgerin an der Fed-Spitze, Janet Yellen. Von ihr wird eine Fortsetzung der Politik von Ben Bernanke erwartet: Yellen anlässlich ihrer Nomination durch Präsident Barack Obama.
Die Hoffnungen ruhen jetzt auf der designierten Nachfolgerin an der Fed-Spitze, Janet Yellen. Von ihr wird eine Fortsetzung der Politik von Ben Bernanke erwartet: Yellen anlässlich ihrer Nomination durch Präsident Barack Obama.
Michael Reynolds, Keystone
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Die sichtbarsten Folgen hatte der Budgetstreit durch den Teilausfall der US-Regierung während rund zweier Wochen: Weil die Regierungsbeamten ihren Dienst nicht verrichten konnten, wurde Handelsware an Häfen teilweise nicht abgefertigt, Reisen in Nationalparks wurden gestrichen und die Zinskosten für kurzfristige Schulden stiegen an. Dennoch liegt nicht darin das grösste Problem für die US-Wirtschaft. Das Prognoseinstitut Macroeconomic Advisors schätzt in einem weit beachteten neuen Bericht die direkt mit dem Ausfall zusammenhängenden Kosten für die US-Volkswirtschaft auf rund 12 Milliarden Dollar, das reale Bruttoinlandprodukt im vierten Quartal soll dadurch 0,3 Prozent weniger wachsen als sonst. Pessimistischer schätzt die Ratingagentur Standard & Poor's die Lage ein: Sie rechnet mit doppelt so hohen Kosten von 24 Milliarden Dollar.

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