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Das Kreuz mit der Swissness

Wegen Grabenkämpfen zwischen Bauern und Nahrungsmittelindustrie droht die Swissness-Vorlage zu scheitern. Jetzt wollen Migros und Nestlé das Projekt retten.

Wie viel Schweiz muss in einem Schweizer Produkt stecken? Migros und Nestlé suchen nach einem Kompromiss. Beide sind an einer starken Marke Schweiz interessiert.
Wie viel Schweiz muss in einem Schweizer Produkt stecken? Migros und Nestlé suchen nach einem Kompromiss. Beide sind an einer starken Marke Schweiz interessiert.
Keystone

Als der damalige Justizminister Christoph Blocher die Swissness-Vorlage lancierte, waren sich alle einig: Die Marke Schweiz braucht einen besseren Schutz. Wo Schweiz draufsteht, soll auch Schweiz drin sein. Vier Jahre später liegt die Vorlage am Boden.

«Ich bezweifle stark, dass es gelingt, die unterschiedlichen Interessenlagen auch nur annähernd unter einen Hut zu bringen», sagt André Daguet, SP-Nationalrat und Mitglied der vorberatenden Subkommission. Konsumentenschützer, Bauern, Nahrungsmittelindustrie: Niemand will in den entscheidenden Fragen nachgeben. Eine Einigung käme der Quadratur des Kreises gleich, meint Daguet: Wollte man allen Interessen gerecht werden, ufere die Vorlage zu einer «unheimlichen Bürokratie-Übung» aus. Berücksichtige man einzelne Interessen nicht, bringe dies die Vorlage unweigerlich zu Fall.

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