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Demokratie ist ein Hindernis

Warum hinken afrikanische Staaten wirtschaftlich hinterher, während asiatische den Durchbruch geschafft haben?

Vor 50 Jahren war das Land noch etwa gleich arm wie Ghana: Südkoreas Hauptstadt Seoul heute.
Vor 50 Jahren war das Land noch etwa gleich arm wie Ghana: Südkoreas Hauptstadt Seoul heute.
Keystone

Die Schweiz erlebt eine wirtschaftlich motivierte Zuwanderung wie einst in den Sechzigerjahren. Jetzt kommen zusätzlich Flüchtlinge aus Nordafrika. Wie zu Zeiten von James Schwarzenbach wird die Migrationsfrage wieder zum politischen Zündstoff.

Angesichts dieser Entwicklung drängt sich die Frage auf: Warum funktioniert die offensichtlichste Lösung eigentlich nicht? Warum fliesst nicht viel mehr Geld von den reichen in die armen Länder, wird dort nicht vernünftig investiert und so dafür gesorgt, dass auch die ökonomischen Wüsten in der Dritten Welt zu blühen beginnen? Damit wäre doch allen gedient: Die Menschen in diesen Ländern hätten endlich ein anständiges Leben, die Industrieländer wären die Sorge vor unerwünschten Einwanderern los und hätten zudem erst noch vernünftige Anlagemöglichkeiten für die Pensionskassen.Was theoretisch offensichtlich scheint, ist in der Praxis äusserst komplex. Die Frage, warum entwickeln sich bestimmte Länder und warum andere nicht, gehört zu den zentralen Fragen der Ökonomie. Sie gehört auch zu den ungelösten. Nach wie vor gibt es eine ganze Reihe von Rätseln: Ghana und Südkorea beispielsweise waren in den Fünfzigerjahren etwa gleich arm. Heute ist Ghana immer noch ein Entwicklungsland, Südkorea hingegen gehört zum Club der Reichen. Warum? Ist es kapitalistische Ausbeutung, die Ghana zurückbindet? Das nach wie vor unbewältigte Erbe der Kolonialismus? Oder ist es doch eine Frage der Kultur?

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