Zum Hauptinhalt springen

Der Franken bleibt ein Fluchthafen

Der Euro ist im Verhältnis zum Franken zeitweise auf neues Rekordtief abgesackt – trotz der Einigung der EU-Staaten auf ein dauerhaftes Sicherheitsnetz.

Eng miteinander verbunden: Der Schweizer Franken und der Euro.
Eng miteinander verbunden: Der Schweizer Franken und der Euro.
Keystone

Die Einigung der EU-Staaten hat die Devisenmärkte wenig beeindruckt. Die Flucht in den Schweizer Franken hält an: Am Freitagmorgen war der Euro mit 1.2720 Franken zeitweise so billig zu haben wie noch nie zuvor. Nach dem Tiefpunkt zog der Euro allerdings wieder an. Bis gegen 10.15 Uhr wurde die Gemeinschaftswährung wieder für 1.2772 Franken gehandelt. Das ist genau der Schlusskurs des Vortages.

Das letzte Rekordtief hatte die Gemeinschaftswährung vor zwei Tagen bei 1.2758 Franken erreicht. Die drastische Abstufung der Kreditwürdigkeit Irlands um gleich fünf Stufen durch die Ratingagentur Moody's habe die Stimmung am Freitag ebenfalls stark belastet, sagten Beobachter.

Rettungsschirm für verschuldete EU-Staaten

Die EU-Staaten hatten sich am Vortag in Brüssel auf eine Änderung des EU-Vertrags von Lissabon geeinigt, wie von Diplomaten verlautete. Der Rettungsschirm soll die bisherigen Milliardenfonds für Griechenland und andere Euro-Länder ablösen, die 2013 auslaufen. Der Umfang der künftigen Rettungshilfen ist noch offen. In Brüssel hiess es aber, sie würden voraussichtlich nicht unter den bisherigen Mitteln von 750 Milliarden Euro liegen.

Der Franken gewann auch gegenüber dem Dollar weiter an Wert. Zeitweise wurde der «Greenback» nur noch für 0.9559 Franken gehandelt, bevor sich der Kurs wieder leicht auf 0.9601 Franken erholte. Gegenüber dem Dollar legte der Euro indes um 0,7 Prozent auf 1.3334 Dollar zu.

SDA/raa

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch