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«Der frühe Schnee hilft»

2012 sei ein Jahr «zum Vergessen» gewesen, sagt der Direktor von Schweiz Tourismus. Positiv sei die Entwicklung im Dezember, sagt Jürg Schmid. Er hofft auf einen Turnaround im Sommer.

Positive Rückmeldungen zum Start in den Winter: Skifahrer am Titlis. (21. November 2012)
Positive Rückmeldungen zum Start in den Winter: Skifahrer am Titlis. (21. November 2012)

Der gebeutelte Schweizer Tourismus hofft mit der nächsten Sommersaison auf bessere Zeiten. Schon der jetzige Dezember hat sich laut Schweiz-Tourismus-Direktor Jürg Schmid wahrscheinlich besser entwickelt als im Vorjahr.

«Der frühe Schnee hilft, genauso wie die günstige Lage der Feiertage», sagte der Geschäftsführer der Branchenorganisation im Gespräch mit der «Sonntagszeitung». Mit nur vier freien Tagen könne man dieses Jahr zwei Wochen Ferien nehmen.

Im Winter noch kein Turnaround

Ungewöhnlich billige Angebote der Skisportregionen hätten bereits zu positiven Rückmeldungen geführt. Für den Winter hoffe er insgesamt auf ein «knapp gehalten», sagte Schmid. Im Sommer könnte die Branche einen Turnaround schaffen.

2012 sei aber ansonsten ein Jahr «zum Vergessen» gewesen. Schmid rechnete im Gespräch vor, dass die Anzahl Logiernächte insgesamt um 3 Prozent zurückgegangen sei, in gewissen Bergregionen gar um 10 Prozent. Das Hauptproblem bleibe der zum Euro und zum Pfund starke Franken, der Feriengäste aus Europa und Grossbritannien abschrecke.

Tourismus aus Übersee legt zu

Hingegen habe der Tourismus aus Übersee weiter zugelegt. «Nicht nur in Asien, auch in den USA. Bis Oktober kamen 1,6 Prozent mehr US-Bürger zu uns als im Vorjahr», sagte Schmid.

Kritisch sieht der Direktor der Branchenorganisation die Rolle von Wirtschaftszweigen wie beispielsweise dem Detailhandel, die vom Tourismus profitierten, aber zu wenig mit der Branche kooperierten.

Die Einzelinteressen seien zu gross: «Dabei ist der Tourismus eine Querschnittsbranche. Von einem Franken gibt der Besucher nur 30 Rappen im Tourismus aus», sagte Schmid. «Alle profitieren, aber keiner will dazu beitragen.»

SDA/mw

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