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Der grösste Flugzeug-Auftrag aller Zeiten

Emirates will 32 weitere Superjumbos von Airbus kaufen. Die arabische Fluggesellschaft baut die A380-Flotte damit auf 90 Maschinen aus.

Gruppenbild mit Kanzlerin nach Vertragsabschluss: (von links) Emirates-Konzernchef Ahmed bin Saed al-Maktoum, Wirtschaftsminister Rainer Brüderle, Angela Merkel, Verkehrsminister Peter Ramsauer und Airbus-Chef Tom Enders.
Gruppenbild mit Kanzlerin nach Vertragsabschluss: (von links) Emirates-Konzernchef Ahmed bin Saed al-Maktoum, Wirtschaftsminister Rainer Brüderle, Angela Merkel, Verkehrsminister Peter Ramsauer und Airbus-Chef Tom Enders.

Für den europäischen Flugzeugbauer Airbus ist es ein Riesenauftrag: Es geht um ein Auftragsvolumen von 11,5 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag auf der Luftfahrtmesse ILA in Berlin bekanntgaben. «Wir und unsere Passagiere sind grosse Fans des A380», sagte Emirates-Konzernchef Ahmed bin Saed al-Maktoum in Anwesenheit von Kanzlerin Angela Merkel. In Deutschland sollen durch den neuen Auftrag 20'000 direkte und indirekte Jobs entstehen.

Emirates ist bereits der wichtigste A380-Kunde. Mit dem neuen Auftrag soll die Flotte auf 90 Maschinen wachsen. Alle Maschinen sollen bis zum Jahr 2017 ausgeliefert werden. Airbus-Chef Tom Enders zeigte sich auf einer gemeinsamen Pressekonferenz hochzufrieden mit dem Auftrag. «Wir sind sehr glücklich und stolz darauf.»

Interesse an einer Langversion

Emirates will die Maschinen von seiner Basis Dubai aus einsetzen und fliegt mit dem A380 derzeit etwa nach London-Heathrow, Toronto, Paris, Bangkok oder Sydney. Die Fluggesellschaft hätte nach eigenen Angaben auch Interesse an einer Langversion des Flugzeuges gehabt. Airbus will den A380 der Baureihe 900 aber vorerst nicht bauen.

Airbus-Verkaufschef John Leahy sagte, Priorität habe derzeit das Hochfahren der Produktion. Die Auslieferung des A380 hatte sich um Jahre verzögert, unter anderem wegen Problemen bei der Verkabelung. Leahy bekräftigte die Erwartung, vom Jahr 2015 an mit dem A380 schwarze Zahlen zu schreiben. Er schloss nicht aus, dass in diesem Jahr weitere Bestellungen geben könnte.

Auch Lufthansa mit A380 vertreten

Nach Leahys Worten handelt es sich bei dem Auftrag von Emirates - gerechnet in Dollar - um den grössten Auftrag, den es jemals in der zivilen Luftfahrt gab. Allerdings handelt es sich bei dem Volumen von 11,5 Milliarden Dollar um Listenpreise. Normalerweise werden hohe Rabatte gewährt.

Neben Emirates war auch die Lufthansa mit einem A380 auf der ILA vertreten. Er brachte in der vergangenen Woche die deutsche Fussball-Nationalmannschaft nach Südafrika. Lufthansa hat 15 Maschinen des Typs bestellt und will mit dem ersten Exemplar von dieser Woche an Frankfurt mit Tokio verbinden.

dapd/mt

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