Zum Hauptinhalt springen

Der Warnschuss der Nationalbank

Vertreter der Nationalbank und des Internationalen Währungsfonds bringen Negativzinsen wieder vermehrt ins Spiel. Das ist ein Zeichen für das anhaltende Risiko für die Euro-Franken-Untergrenze.

Das Präsidium der Schweizerischen Notenbank bringt in jüngster Zeit vermehrt die Möglichkeit von Negativzinsen ins Spiel: Präsident Thomas Jordan (im Bild) tat es Anfangs März in einem Interview mit der Basler Zeitung.
Das Präsidium der Schweizerischen Notenbank bringt in jüngster Zeit vermehrt die Möglichkeit von Negativzinsen ins Spiel: Präsident Thomas Jordan (im Bild) tat es Anfangs März in einem Interview mit der Basler Zeitung.
Keystone
Präsidiumsmitglied Fritz Zurbrügg (im Bild) hat laut Reuters am Freitag auf diese Möglichkeit hingewiesen.
Präsidiumsmitglied Fritz Zurbrügg (im Bild) hat laut Reuters am Freitag auf diese Möglichkeit hingewiesen.
Keystone
Für die Europäische Zentralbank (EZB) schliesst selbst der Chef der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann (im Bild), Negativzinsen nicht mehr aus.Würde sie die EZB tatsächlich einführen, könnte das den Aufwertungsdruck auf den Franken wieder erhöhen.
Für die Europäische Zentralbank (EZB) schliesst selbst der Chef der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann (im Bild), Negativzinsen nicht mehr aus.Würde sie die EZB tatsächlich einführen, könnte das den Aufwertungsdruck auf den Franken wieder erhöhen.
Keystone
1 / 4

Gemessen an den Äusserungen wichtiger geldpolitischer Institutionen und Exponenten könnte man glauben, die Schweizerische Nationalbank (SNB) stehe kurz davor, Negativzinsen einzuführen. Vor wenigen Tagen hat der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem abschliessenden Bericht zur regelmässigen Länderprüfung geschrieben, Negativzinsen könnten notwendig werden, um einem erneuten Aufwertungsdruck auf den Franken zu begegnen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Freitagmorgen berichtet, hat Fritz Zurbrügg, Direktoriumsmitglied der SNB, Negativzinsen aufs Tapet gebracht. Sie würden zu einer ganzen Palette von Massnahmen gehören, mit denen die Notenbank den Mindestkurs von 1.20 Franken pro Euro verteidigen könne. In einem Interview von Anfang März hat bereits SNB-Präsident Thomas Jordan diese Massnahme angesprochen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.