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Detailhandel wächst im Mai – Industrieproduktion wird sinken

Nach einem Rückschlag im April legten die Umsätze im Schweizer Detailhandel wieder zu. Gegenüber dem Vorjahr ist der Zuwachs mit über 6 Prozent gar beträchtlich. Weniger gut sieht es für die Industrie aus.

Kunden greifen wieder vermehrt zu, besonders im Non-Food-Bereich: Schuhabteilung eines Warenhauses in Zürich. (Archivbild)
Kunden greifen wieder vermehrt zu, besonders im Non-Food-Bereich: Schuhabteilung eines Warenhauses in Zürich. (Archivbild)
Keystone

Die Umsätze im Schweizer Detailhandel haben im Mai im Vergleich zum Vormonat saisonbereinigt um 1,4 Prozent zugenommen. Real, das heisst um die Preisveränderungen bereinigt, resultierte ein Plus von 1,0 Prozent.

Die Umsatzzunahme konnte den Rückgang im April, der im Monatsvergleich nominal um 2,6 Prozent sank (revidierte Zahl), demnach nicht wettmachen.

6,2 Prozent Plus gegenüber 2011

Im Vergleich zum Vorjahr registrierte das Bundesamt für Statistik (BFS) einen nominalen Anstieg der Detailhandelsumsätze um 3,1 Prozent. Real belief sich das Plus gegenüber 2011 auf 6,2 Prozent.

Deutlich höher ausgefallen als noch vor einem Jahr sind insbesondere die Verkäufe von Nicht-Lebensmitteln (nominal 3,5 Prozent respektive real 6,8 Prozent). Die Umsätze mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren stiegen ebenfalls deutlich (nominal 2,1 Prozent, real 3,7 Prozent).

Studie: Industrie schwächer

Die Industriekonjunktur in der Schweiz dürfte sich in den nächsten Monaten leicht abschwächen. Dies hat Auswirkungen auf die Beschäftigung in den Unternehmen: Seit nunmehr neun Monaten sinken die Personalbestände.

Die Credit Suisse (CS) und der Einkäufer-Fachverband Procure.ch halten es für möglich, dass tiefere Mitarbeiterzahlen der Grund sind für längere Lieferfristen im Juni. Erst ein Befreiungsschlag in der Eurozone hin zu einer Abschwächung der Schuldenkrise könne den Negativtrend stoppen, hiess es.

Einkaufsmanagerindex unter 50 Punkten

Der von der CS und Procure.ch am Montag aktualisierte Einkaufsmanagerindex (PMI, Purchase Managers' Index) zeigt für Juni einen Wert von 48,1 Punkten an und liegt damit unterhalb des Wachstumsbereichs ab 50 Punkten. Dies, obwohl der Index vom Mai zum Juni um 2,7 Prozentpunkte zuzulegen vermochte.

Der PMI bewegte sich während den vergangenen zehn Monaten nur im März über der 50-Punkte-Schwelle. Dass bei der PMI-Subsparte Produktion im Juni 50 Punkte überschritten wurden, könne nicht über eine gedämpfte Nachfrage hinwegtäuschen, hiess es. Unternehmen kauften weniger ein und bauten Bestände an Vorprodukten ab.

SDA/rub

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