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Deutlicher Lohnanstieg in China

Um satte 17 Prozent stiegen die Löhne 2012 in Chinas Industriezentren – nach 18,3 Prozent ein Jahr zuvor. Im Schnitt kommt ein Arbeiter auf 300 Euro monatlich – für einige Branchen bereits zu viel.

Von Jahr zu Jahr mehr im Portemonnaie: Arbeiterin in einem Werk des Computerherstellers Lonovo in Shanghai. (August 2010)
Von Jahr zu Jahr mehr im Portemonnaie: Arbeiterin in einem Werk des Computerherstellers Lonovo in Shanghai. (August 2010)
Keystone

Um mehr als ein Sechstel ist der Durchschnittslohn in der Privatwirtschaft in den Ballungsräumen Chinas im vergangenen Jahr gestiegen. Die Löhne kletterten um 17,1 Prozent, wie das Statistikamt in Peking am Freitag mitteilte. Bereits 2011 waren sie demnach um 18,3 Prozent gestiegen. 2012 lag der Durchschnittslohn damit bei jährlich 28'750 Yuan, das sind rund 300 Euro monatlich. Für einige Branchen bereits zu viel: Hersteller von Kleidung und Schuhen weichen in Länder wie Bangladesh, Kambodscha und Vietnam aus, wo die Löhne noch niedriger sind.

Trotz der Lohnerhöhungen in China sind die Arbeitskräfte in der Privatwirtschaft schlechter bezahlt als Staatsbedienstete. Ihr Durchschnittslohn betrug im vergangenen Jahr laut Statistik 46'800 Yuan im Jahr, umgerechnet rund 490 Euro monatlich.

Auch regional unterschiedlich

In China sind die meisten grossen Konzerne nach wie vor komplett oder teilweise staatlich. Nicht nur wegen der höheren Löhne, auch wegen weiterer Vorteile wie einer gewissen sozialen Absicherung, Bonuszahlungen und ihrer Stabilität sind sie begehrte Arbeitgeber bei gut ausgebildeten Nachwuchskräften.

Auch zwischen einzelnen Regionen in China und unterschiedlichen Branchen schwanken die Löhne stark, wie die Statistikbehörde mitteilte. Demnach zahlen Privatunternehmen an der Ostküste im Schnitt 31'600 Yuan im Jahr, während es in der wenig industrialisierten Provinz nur rund 23'760 Yuan sind.

AFP

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