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Deutschland hat Angst vor einer Weichwährung

Die Wirtschaft übt Kritik an der EZB. Linke und Grüne beurteilen das Vorgehen der Währungshüter milder.

Von David Nauer, Berlin
EZB-Chef Mario Draghi wird von vielen kritisiert und von einigen gelobt. Foto: Reuters
EZB-Chef Mario Draghi wird von vielen kritisiert und von einigen gelobt. Foto: Reuters

Deutsche Politiker haben entlang ideologischer Linien auf das Anleihen-Kauf-programm der Europäischen Zentralbank (EZB) reagiert. Konservative und Vertreter der Wirtschaft halten die Geldschwemme für Teufelszeug, Sozialdemokraten und Grüne sehen die Massnahme eher als notwendiges Übel.

Es dauerte gestern nur wenige Minuten, bis der Wirtschaftsrat der CDU auf die Ankündigung von EZB-Chef Draghi reagierte. Die EZB versuche, wirtschaftspolitische Probleme mit geldpolitischen Massnahmen zu überdecken, teilte der wirtschaftsnahe Verband mit. «Und das ist zum Scheitern verurteilt.» Die Anleihenkäufe würden zwar dem Süden der Eurozone helfen, der Norden brauche sie aber nicht. Die EZB kaufe dadurch nur Zeit. Geldpolitik könne weder für eine höhere Produktivität sorgen noch die Strukturen in der Wirtschaft in der Eurozone verbessern.

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