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«Deutschland sollte niemanden züchtigen»

Mit seinem aktuellen Buch wirbelt Thilo Sarrazin erneut viel Staub auf. Im Interview erklärt der Ökonom, warum Deutschlands Versuch, den Euro mit allen Mitteln zu retten, bei anderen Ländern Abneigung schürt.

Philipp Löpfe, Berlin
«Eine Führungsrolle übernehmen heisst nicht, für andere zahlen»: Thilo Sarrazin.
«Eine Führungsrolle übernehmen heisst nicht, für andere zahlen»: Thilo Sarrazin.
Keystone

Sie schildern die Partnerschaft der europäischen Länder wie eine gutbürgerliche Nachbarschaft: Man grüsst sich, füttert bei Ferienabwesenheit Hund und Katze – und lässt sich sonst in Frieden. Ist das alles? Ich habe geschrieben: Gute Nachbarschaft ist kein Grund, für die Hypothek auf dem Haus des Nachbarn aufzukommen. Das Leben spielt sich stets auf verschiedenen Ebenen ab, in der Familie, in der Gemeinde und auf der nationalen und der internationalen Bühne. Dabei entwickelt es sich unterschiedlich. Nehmen Sie die Familie: Der eine hat fünf Kinder, der andere keine, der eine wird reich, der andere hat Pech gehabt. Hilft man sich gegenseitig mit Geld aus, so wird das immer zum Risiko für den Familienfrieden. Das gilt auch für Europa.

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