Zum Hauptinhalt springen

Deutschland sorgt für Anstieg der Produktion in der Eurozone

Die Industrie in der Eurozone hat ihre Produktion im August so stark gesteigert wie seit über zwei Jahren nicht mehr. Zwischen einzelnen Ländern gibt es jedoch erhebliche Unterschiede.

Die Unternehmen in der Eurozone stellten im August 1,0 Prozent mehr her als im Vormonat, teilte Eurostat heute Montag in Brüssel mit. Damit wurde nicht nur der Rückgang im Juli exakt ausgeglichen, sondern auch die Erwartungen von Experten übertroffen. Diese hatten nur mit einem Plus von 0,8 Prozent gerechnet.

Trotz der positiven Entwicklung dürfte sich das Wachstum in der Eurozone im dritten Quartal aber verlangsamt haben. Analysten wie Marco Valli von UniCredit rechnen lediglich mit einem Plus von 0,1 Prozent, nachdem es im zweiten Quartal noch zu einem Anstieg von 0,3 Prozent gereicht hatte.

Deutschland als Lokomotive

Für das Jahresende und Anfang 2014 sieht es dagegen besser aus. «Die Stimmungsdaten aus den Unternehmen signalisieren weitere Produktionsanstiege in den kommenden Monaten», sagte Postbank-Experte Thilo Heidrich. «Das wiederum untermauert unsere Erwartung einer allmählich voranschreitenden Konjunkturerholung.»

Die positive Entwicklung in den Sommermonaten ist vor allem Deutschland zu verdanken. In der grössten Volkswirtschaft der Währungsunion legte die Produktion um 1,8 Prozent zu, in der Nummer zwei, Frankreich, dagegen nur um 0,2 Prozent. Einige kleine Krisenländer meldeten ebenfalls Wachstum: In Portugal zog die Produktion sogar um 8,2 Prozent an, in Griechenland um 1,0 Prozent.

SDA/rub

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch