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«Die Bankia wird nicht der letzte solche Fall gewesen sein»

Madrid musste in der Nacht die viertgrösste Bank des Landes retten. Weshalb Staatsbeteiligungen oder komplette Verstaatlichungen allerdings kein Erfolgsgarant sind, erklärt Banken-Professor Hans Geiger.

Die Bank musste gestern Abend kapitulieren: Bankia-Hauptsitz in Madrid.
Die Bank musste gestern Abend kapitulieren: Bankia-Hauptsitz in Madrid.
Keystone
Stabsübergabe im Strudel der Finanz- und Bankenkrise: José Ignacio Goirigolzarri (r.) übernimmt am Mittwochabend bei der Bankia das VR-Präsidium von Rodrigo Rato (l).
Stabsübergabe im Strudel der Finanz- und Bankenkrise: José Ignacio Goirigolzarri (r.) übernimmt am Mittwochabend bei der Bankia das VR-Präsidium von Rodrigo Rato (l).
Keystone
Da nützte alles Erklären nichts mehr: Ein Angestellter der Bankia stellte sich wütenden Demonstranten. (22. März 2012)
Da nützte alles Erklären nichts mehr: Ein Angestellter der Bankia stellte sich wütenden Demonstranten. (22. März 2012)
Keystone
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Herr Geiger, in Spanien wurde die viertgrösste Bank des Landes, die Bankia, teilverstaatlicht. Muss man davon ausgehen, dass das Institut kurz vor dem Kollaps stand? Nein, Aufsicht, Notenbank und Regierung waren sicher im Bild, was den Stand bei der Bank anbelangt. Und man hat sicherlich noch rechtzeitig reagiert. Das Problem ist natürlich, dass Banken in Schieflage kaum noch Geld bekommen und als Folge davon illiquid werden. Andere Banken, Hedgefonds und institutionelle Investoren werden Geld abziehen.

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