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Die CS findet keinen Boden

Unter widrigen Umständen im Bankengeschäft schreibt die Credit Suisse einen Gewinn von rund 700 Millionen Franken. Bloss: Die positiven Zahlen haben negative Ursachen.

Markus Diem Meier

Der Umbruch des Bankengeschäfts zeigt sich auch in den neusten Zahlen der Credit Suisse. Die Credit Suisse hat mit ihrem Gewinn von 683 Millionen Franken die Schätzungen der Analysten, die mit rund 1,1 Milliarden Franken gerechnet hatten, deutlich enttäuscht. Wie schon bei der UBS, ist auch in diesem Gewinn ein Aufwertungsgewinn durch einen geringeren Wert der eigenen Schulden enthalten, weil auch die Bonität der Credit Suisse gesunken ist.

Dieser Gewinn, der eigentlich keine positive Ursache hat, beläuft sich hier zusammen mit Aufwertungsgewinnen auf Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Derivatpositionen auf rund 880 Millionen Franken (nach Steuern). Ohne diesen «Gewinn» hätte die Credit Suisse wie auch die UBS im dritten Quartal einen Verlust erzielt. Berücksicht man für ein bereinigtes Resultat – wie das die Credit Suisse tut – auch weitere «aussergewöhnliche Posten» nicht, wie Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in den USA und in Deutschland sowie Kostensenkungsmassnahmen, dann ergibt sich immerhin doch noch ein Reingewinn von 441 Millionen Franken.

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