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Die Eurokrise ist noch lange nicht vorbei

Langsam scheint es den Eurostaatschefs zu dämmern, dass zur Lösung der Krise mehr nötig ist als bisher. Von einer Lösung der Probleme sind sie aber noch weit entfernt. Eine erneute Eskalation bleibt wahrscheinlich.

Die Währungsunion hätte die Euroländer näher zusammenführen sollen. Erreicht hat sie das Gegenteil. Eine echte Lösung zeichnet sich nach wie vor nicht ab.
Die Währungsunion hätte die Euroländer näher zusammenführen sollen. Erreicht hat sie das Gegenteil. Eine echte Lösung zeichnet sich nach wie vor nicht ab.
Keystone
Trotz sehr unterschiedlicher wirtschaftlicher Stärken und Entwicklungen, ist die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank in der Eurozone zwingend auf den Durchschnitt ausgerichtet – und damit am ehesten an den grossen Ländern. Für Probleme der Kleinen gibt es kein Ventil. Im Bild der im Oktober scheidende EZB-Chef Jean-Claude Trichet.
Trotz sehr unterschiedlicher wirtschaftlicher Stärken und Entwicklungen, ist die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank in der Eurozone zwingend auf den Durchschnitt ausgerichtet – und damit am ehesten an den grossen Ländern. Für Probleme der Kleinen gibt es kein Ventil. Im Bild der im Oktober scheidende EZB-Chef Jean-Claude Trichet.
Keystone
In der dominierenden Wirtschaftsmacht Deutschland befürchtet man, am Ende für die schwächeren Länder aufkommen zu müssen. Ohne irgendeine Art von Transferzahlungen wird die Eurozone angesichts der auseinanderlaufenden Wettbewerbsfähigkeit kaum überleben.
In der dominierenden Wirtschaftsmacht Deutschland befürchtet man, am Ende für die schwächeren Länder aufkommen zu müssen. Ohne irgendeine Art von Transferzahlungen wird die Eurozone angesichts der auseinanderlaufenden Wettbewerbsfähigkeit kaum überleben.
Keystone
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Wie schon so oft haben sich die Staatschefs der EU gestern zu einem Gipfel versammelt, um die Krise der Währungsunion zu bewältigen. Seit in der letzten Woche die Risikozuschläge von Spanien und Italien markant angestiegen sind, hat der Druck auf die Europolitiker massiv zugenommen, jetzt endlich etwas Wirksames zu tun. Diese Risikosätze haben seit gestern wieder etwas abgenommen, und der Euro hat leicht zugelegt. Aber von normalen Werten kann keine Rede sein. Die totale Katastrophe scheint man vorerst noch einmal verhindert zu haben, den Schwelbrand gelöscht hat man aber nicht.

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