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«Die Euroländer müssen sich trennen»

Für Heiner Flassbeck ist der Euro nicht mehr zu retten. Aus Sorge um die politische Integration empfiehlt der UNO-Ökonom den Ausstieg aus der Währungsunion.

Heiner Flassbeck von der UNO-Organisation für Welthandel und Entwicklung erläutert in Genf einen Bericht zur Weltwirtschaftskrise. (18. März 2009)
Heiner Flassbeck von der UNO-Organisation für Welthandel und Entwicklung erläutert in Genf einen Bericht zur Weltwirtschaftskrise. (18. März 2009)

Sie rufen die EU-Regierungen auf, mit ihren Währungen wieder eigene Wege zu gehen. Wie stellen Sie sich das vor?

Das wird kein einfacher Weg, klar, aber ich sehe für die Europäische Währungsunion keine Zukunft mehr. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten führen nun immer stärker zu einer politischen Desintegration. Gegenseitige Beschimpfungen sind an der Tagesordnung. Die scheinbar guten Länder machen den scheinbar bösen Ländern Vorschriften – das droht die gesamte politische Integration des vergangenen halben Jahrhunderts zu zerstören. Das ist mir die Währungsunion nicht wert. Folglich müssen sich die Euroländer trennen.

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