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Die IV hat kein Gehör für Härtefälle

Hochgradig hörgeschädigte Menschen benötigen oft teure Hörgeräte. Die Kosten dafür übernimmt die Invalidenversicherung. Doch der Weg dazu sei zu kompliziert, kritisieren Betroffene und Experten.

Gute Hörgeräte können rasch sehr teuer sein: Im Bild Phonak-Hightech-Hörgerate des Zürcher Herstellers Sonova.
Gute Hörgeräte können rasch sehr teuer sein: Im Bild Phonak-Hightech-Hörgerate des Zürcher Herstellers Sonova.
Reuters

Hightech-Hörgeräte sind teuer. Dies spüren insbesondere Menschen, die unter einer hochgradigen Schwerhörigkeit leiden. Die Invalidenversicherung (IV) vergütet seit 2011 jedoch nur noch einen Pauschalbetrag von 840 Franken für ein Gerät. Viel zu wenig, klagen Betroffene: «Ich zahle über 7000 Franken aus der ­eigenen Tasche, nur damit ich meinen Beruf ausüben kann», schreibt G. M. Und B. K. hält fest: «Ich leide unter einem Hörverlust von 94 Prozent. Wenn meine Frau im Badezimmer Radio hört, ist für mich gleich daneben kein Ton hörbar. Hörgeräte zum IV-Tarif sind absolut unbrauchbar.» Er benötige zwei Hörgeräte, die zusammen 7000 Franken kosten. Die Differenz zum Pauschalbetrag von 1850 Franken für zwei Geräte zahlt er selber, also über 5000 Franken. G. M. und B. K. haben ihrem Unmut als Reaktion auf einen TA-Artikel Luft gemacht.

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