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Die Lohnschere öffnet sich weiter

Die Kaderlöhne wurden in den letzten zwei Jahren deutlich stärker erhöht als die mittleren und unteren Einkommen. Die Arbeitgeber begründen dies mit der Globalisierung, die Gewerkschaften mit dem fehlenden Mindestlohn.

Sorgenkind Textilbranche: Der Gewerkschaftsbund spricht von einer «schockierenden» Entwicklung bei den Tieflöhnen. Foto: Peter Klaunzer (Keystone)
Sorgenkind Textilbranche: Der Gewerkschaftsbund spricht von einer «schockierenden» Entwicklung bei den Tieflöhnen. Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

Die Löhne der Schweizer Privatwirtschaft sind in den letzten Jahren solide gewachsen. Dies zeigt der statistisch ermittelte Medianlohn. 2012 betrug dieser im Schnitt aller Branchen 6118 Franken brutto pro Monat. Das heisst, die Hälfte aller Arbeitnehmer verdiente mehr, die andere Hälfte weniger. 2010 lag der Medianlohn noch bei 5979 Franken (nominal). Daraus resultiert eine Zunahme von 3,2 Prozent innerhalb von zwei Jahren. Da die Teuerung im gleichen Zeitraum praktisch bei null lag, ergibt dies eine ansehnliche Reallohnerhöhung.

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