Zum Hauptinhalt springen

Die tausend Quellen der Auskunfteien

Nach der Sperrung der Personensuche bei Moneyhouse wird klar: Firmen kommen einfach an Daten heran.

Gesperrte Daten sollen nicht auffindbar sein: Datenschützer Thür. (Bild vom 8. Juni 2012)
Gesperrte Daten sollen nicht auffindbar sein: Datenschützer Thür. (Bild vom 8. Juni 2012)
Keystone

Die Frau hatte Streit mit einem Lover oder Ehemann. Er drohte, gewalttätig zu werden. Sie fühlte sich in ihrer (neuen) Bleibe sicher – bis sie herausfand, dass man ihre Adresse auf der Internetsite Moneyhouse.ch leicht finden konnte. Über das Eingabefeld «Personen suchen» fand man ihren Vornamen, ihre aktualisierte Privatadresse und ihr Geburtsdatum heraus. Der Zugang zu diesen Daten kostet im Sechsmonatsabo 12 Franken pro Monat. Dies galt, bis der eidgenössische Datenschutzbeauftragte Hanspeter Thür letzten Freitag die Suchfunktion verbieten liess. Die Frage bleibt: Woher hat Moneyhouse sensible Daten? Und das selbst von Personen, die ihre Adresse anderswo gesperrt haben?

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.