Zum Hauptinhalt springen

Die Wallstreet schenkt Draghi, Merkel und Hollande Glauben

Nachdem die Politik Hinweise gegeben hat, dass die Europäische Zentralbank Anleihen kaufen könnte, stieg der Dow Jones erneut und knackte die marke von 13'000 Punkten.

Hoffnungen auf neue Hilfsaktionen der Europäischen Zentralbank und der US-Notenbank Fed haben die Wallstreet zum Wochenschluss beflügelt. Das Bekenntnis von EZB-Präsident Mario Draghi, alles für den Erhalt des Euro tun zu wollen, fachte Spekulationen auf ein stärkeres Engagement der Zentralbank an, unterstützt von in eine ähnliche Richtung gehenden Beteuerungen des französischen Präsidenten François Hollande und der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Nachdem die Nachrichtenagentur Bloomberg meldete, dass sich Draghi mit Bundesbank-Chef Jens Weidmann treffen wolle, um verschiedene Schritte – darunter auch Anleihekäufe – zu besprechen, zogen die Indizes nochmal deutlich an. Auch von dem Pendant in den USA erwarten die Anleger weitere Konjunkturhilfen.

Positive Meldungen aus den USA

Dies wurde von neuesten Daten unterstützt. Vor allem die Zurückhaltung der US-Verbraucher sorgte dafür, dass die US-Wirtschaft weiter an Fahrt verliert und im Frühjahr so wenig gewachsen ist wie seit fast einem Jahr nicht mehr. Die US-Regierung senkte kurz darauf ihre Wachstumsprognose für 2012 auf plus 2,3 Prozent und für 2013 auf 2,7 Prozent.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte knackte die psychologisch wichtige Marke von 13'000 Punkten und beendete den Handel mit einem Plus von 1,5 Prozent auf 13'077 Punkte. Im Handelsverlauf pendelte der Index zwischen 12'888 und 13'117 Zählern.

Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 1,9 Prozent auf 1385 Zähler und erreichte damit den höchsten Stand seit dem 4. Mai. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 2,2 Prozent auf 2957 Zähler zu. Auf Wochensicht verbuchte der Dow Jones ein Plus von zwei Prozent, der S&P von 1,7 Prozent und die Nasdaq gewann 1,1 Prozent.

Facebook stürtzte ab

Wenig Freude bereitete den Anlegern der Internetkonzern Facebook. Sie zogen sich in Scharen zurück. Die Aktien brachen um knapp zwölf Prozent ein. Das einst gefeierte Online-Netzwerk betrübte seine Investoren mit einem schwachen Umsatzwachstum im abgelaufenen Quartal.

Dass Firmenchef Mark Zuckerberg zudem keine Prognose für das laufende Quartal abgab, verunsicherte die Investoren zusätzlich. Seit dem Börsengang im Mai vernichtete Facebook damit rund 30 Milliarden Dollar an Börsenwert.

Die Papiere von Starbucks gerieten ebenfalls unter Druck, nachdem die Kaffeehaus-Kette ihre Prognose für das laufende Quartal angesichts der weltweiten Konjunkturschwäche gesenkt hatte. Der Kurs fiel um neun Prozent.

SDA/mw

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch