Dollar steigt erstmals seit SNB-Schock auf Franken-Parität

Am späten Nachmittag kostete der Dollar kurzzeitig gleich viel wie ein Franken. Der Gold-Preis sank auf den niedrigsten Stand seit Anfang Dezember.

US-Dollar auf Franken Parität: Für einen Franken erhielt man heute in Indonesien praktisch gleich viele Rupien wie für einen Dollar. (10. März 2015)

US-Dollar auf Franken Parität: Für einen Franken erhielt man heute in Indonesien praktisch gleich viele Rupien wie für einen Dollar. (10. März 2015) Bild: Firdia Lisnawati/Keystone

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Erstmals seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses Mitte Januar hat ein Dollar kurzzeitig wieder gleich viel gekostet wie ein Franken. Der Franken büsste laut Händlern im Fahrwasser des zum Dollar schwachen Euro Terrain ein.

Um 17 Uhr wurde die Parität erreicht. Danach gab der Dollar wieder leicht nach auf rund 99,60 Rappen:

Gegenüber dem Euro bewegte sich der Franken mehr oder weniger im Gleichschritt. Am Abend stand die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,0680 Franken:

Das Gerangel um die griechischen Schulden und das Anleihenkaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) lasteten auf dem Euro. Zudem geben Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung in den USA dem Dollar seit einiger Zeit Auftrieb, erklärten Händler.

Sinkender Goldpreis

Vor diesem Hintergrund sank der Gold-Preis auf den niedrigsten Stand seit Anfang Dezember. Das Edelmetall verbilligte sich um bis zu 0,9 Prozent auf 1156,20 Dollar je Feinunze:

Analysten begründeten den Preisrutsch mit höheren US-Anleiherenditen, steigenden Aktienmärkten und dem sehr festen US-Dollar.

Gold profitierte von US-Geldpolitik

Eine Aufwertung des Greenback macht Edelmetalle für Investoren ausserhalb der USA teurer. Das Edelmetall hatte lange von der ultralockeren US-Geldpolitik profitiert, weil Investoren Inflationsgefahren fürchteten und Gold als sicheren Hafen ansteuerten. Inzwischen ziehen viele Anleger aber wieder risikoreichere Anlageformen wie Aktien vor.

Ein Ende der Talfahrt des Goldpreises ist Experten zufolge nicht in Sicht. Grund seien die guten Aussichten für die US-Konjunktur und die Erwartung steigender Zinsen in den USA. Zinserhöhungen dämpfen die Furcht der Anleger vor einer anziehenden Teuerung. Damit verliert Gold als Absicherung gegen Inflation an Attraktivität. (pst/sda)

Erstellt: 10.03.2015, 20:05 Uhr

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