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Draghi provoziert den Showdown

Euphorie auf den Märkten, Entrüstung in der Politik: Mit seiner gestrigen Ansprache hat EZB-Präsident Mario Draghi für Wirbel gesorgt. Gerüchteweise steht ein konzertierter Eingriff bevor.

Sein Mandat ist ein zu enges Korsett: Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank.
Sein Mandat ist ein zu enges Korsett: Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank.
AFP

«Wir sind skeptisch, dass die Hoffnungen der Märkte erfüllt werden», sagt David Kohl. Der Ökonom von Julius Bär konnte gestern von Frankfurt aus mitbeobachten, wie Anleger auf der ganzen Welt zu einem Kaufrausch ansetzten. Um satte drei Prozent kletterte etwa der DAX, während die Rendite spanischer Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit bis Börsenschluss um über 6 Prozent fiel. Auslöser der Euphorie war Mario Draghi gewesen: An einer Ansprache in London hatte der Präsident der Europäischen Zentralbank gesagt, die EZB werde «alles Notwendige tun, um den Euro zu erhalten».

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