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Economiesuisse erwartet Wachstum von 1,9 Prozent

Die Schweizer Wirtschaft hat nach Meinung des Wirtschaftsdachverbandes Economiesuisse die konjunkturelle Talsohle durchschritten.

Der Konsum als wichtige Konjunkturstütze: Einkaufen in Zürich.
Der Konsum als wichtige Konjunkturstütze: Einkaufen in Zürich.
Keystone

Für das laufende Jahr erwartet Economiesuisse daher ein Wachstum von 1,9 Prozent und für 2011 eines von 1,6 Prozent. Die Exportwirtschaft habe in den vergangenen Monaten zu positiven Wachstumsraten zurückgefunden und der private Konsum bleibe eine stabilisierende Stütze, begründet Economiesuisse in ihrer Mitteilung vom Montag die Prognose.

Eigentliche Konjunkturstütze sei der Konsum gewesen. Einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss habe dabei die anhaltende Netto-Immigration gehabt. Die dadurch entstandene zusätzliche Nachfrage habe den Konsum und die Bauwirtschaft gestützt. Die Bauwirtschaft habe zudem von den Investitionsausgaben der öffentlichen Hand profitiert.

Die Schweizer Wirtschaft habe sich in stürmischen Zeiten im Vergleich zum Ausland gut behaupten können. Der moderate Anstieg der Arbeitslosenquote habe entscheidend dazu beigetragen, dass die Binnenwirtschaft relativ wenig von der weltweiten Krise erfasst worden sei. Für das laufende Jahr gehen die Verbands-Ökonomen von einer Arbeitslosenquote von 4,0 Prozent und für 2011 von 3,6 Prozent aus.

Optimismus

Für die Zukunft gibt sich economiesuisse vorsichtig optimistisch. Branchen wie die Maschinenindustrie, die besonders hart unter dem weltweiten Nachfrageeinbruch gelitten hatten, erwarten in diesem und im nächsten Jahr positive Wachstumsraten. Das Exportniveau von 2008 dürfte aber in diesen Branchen bis auf weiteres nicht wieder erreicht werden.

Für die Textilindustrie akzentuiere sich das Problem, weil hier oft Vorleistungen aus dem Dollar-Raum importiert würden. Durch die Euroabschwächung sinke die Marge oder der Absatz werde durch Preiserhöhungen reduziert. Schwerer wiege aber die für längere Zeit anhaltende verhaltende Nachfrage in Europa.

Die Exportindustrie stellt sich auf eine stärkere Verschiebung der Nachfrage von Europa weg zu den Märkten in Asien und Amerika ein. Das im Jahresdurchschnitt erwartete, relativ hohe Wachstum der Exporte im laufenden Jahr sei aber zu einem wesentlichen Teil auf den tiefen Einbruch im Vorjahr zurückzuführen.

Euroschwäche mit Gewinnern und Verlierern

Die Euroschwäche schaffe Gewinner und Verlierer, schreibt economiesuisse. Die Importe aus dem Euro-Raum würden sich mit einer gewissen Verzögerung verbilligen und den Konsum erhöhen. Der schwache Euro fördere auch den Einkaufstourismus in die benachbarten Grenzregionen und verbillige für Reisebüros Europa-Reisen.

Der Schweizer Tourismus allerdings leide unter dem starken Franken. Der Wiederaufschwung der Tourismuskonjunktur dürfte sich deshalb bis in die zweite Hälfte 2011 verschleppen.

SDA/jak

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