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Economiesuisse verlangt Steuerrabatt für Unternehmen

Um der Frankenstärke entgegenzuwirken, wartet der Dachverband der Schweizer Wirtschaft mit einem brisanten Vorschlag auf. Wegen der Frankenstärke sollen Unternehmen steuerlich entlastet werden.

Suchen nach einem Ausweg aus der Frankenfalle: Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf und Gerold Bührer, Präsident der Economiesuisse.
Suchen nach einem Ausweg aus der Frankenfalle: Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf und Gerold Bührer, Präsident der Economiesuisse.
Keystone

Der Staat soll den von der Frankenstärke betroffenen Unternehmen mit Steuererleichterungen unter die Arme greifen. Economiesuisse-Direktor Pascal Gentinetta bekräftigt in einem Interview mit der Zeitung «Sonntag» frühere Forderungen.

Der Staat solle dieses Jahr «diskriminierungsfrei auf das Eintreiben von geschuldeten Steuern oder Abgaben verzichten», sagte er. Gemeint seien Steuerentlastungen in der Höhe von zwei Milliarden, die an Stelle des Milliardenpakts gesprochen würden, präzisierte eine Economiesuisse-Sprecherin gegenüber der sda.

Diese Massnahme würde die stark von den Wechselkursen betroffenen Unternehmen sofort entlasten. «Die dieses Jahr geschuldete Gewinnsteuer beruht auf Ergebnissen der Vorjahre. Da viele Firmen inzwischen sehr rasch von einer Gewinn- in eine Verlustzone gefallen sind, greift diese Massnahme. Zudem gibt es zahlreiche gewinnunabhängige Abgaben», so Gentinetta weiter.

Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse weise seit fast zwei Jahren darauf hin, dass sich «unser Land wegen der Verschuldungsproblematik auf einen starken Franken einstellen muss.» Der Fokus müsse auf Standortverbesserung gelegt werden. «Bei den Kurzfristmassnahmen sind wir gegen die Subventionierung von Branchen und Unternehmen», sagte Gentinetta.

Der Bundesrat will die Wirtschaft mit einem 2-Milliarden-Paket unterstützen. Economiesuisse hat die Intervention grundsätzlich gutgeheissen, doch anstelle von Subventionen Entlastungen über Steuern und Abgaben gefordert.

SDA/pbe/mrs

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