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Eimer A und Eimer B

Der Prozess gegen den ehemaligen UBS-Händler Kweku Adoboli bringt die britische Justiz an ihre Grenzen.

Nicht mehr Herr des Universums: Der ehemalige UBS-Händler Kweku Adoboli vor dem Gericht in London.
Nicht mehr Herr des Universums: Der ehemalige UBS-Händler Kweku Adoboli vor dem Gericht in London.
Keystone

Es ist der kleinste Gerichtssaal, den man sich denken kann – der Court Room No. 3, im Schwurgericht von Southwark an der Themse. In diesem fensterlosen Raum sucht die britische Justiz seit fünf Wochen den Dunstkreis der mächtigen Finanzinstitutionen der Londoner City zu durchdringen.

Im Prozess, den die Krone gegen den ehemaligen UBS-Banker Kweku Adoboli führt, wird um ein Urteil über Verantwortung und Verantwortungslosigkeit grossen Ausmasses gerungen. In Southwark sollen zwölf Geschworene darüber befinden, ob der 32-jährige Adoboli, der im September 2011 durch fiktive Deals die UBS um 2,3 Milliarden Dollar brachte, ein skrupelloser Einzelgänger war – oder ob seine Kollegen von den Deals im Einzelnen wussten. Ob sie alle nur auf die Erwartungen ihrer Oberen reagierten. Und in ähnlicher Weise operierten wie der Angeklagte.

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