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Einkaufstouristen lassen Konsumindikator sinken

Der Privatkonsum in der Schweiz ist laut einem Indikator der Grossbank UBS im Juni zurückgegangen. Mit ein Grund dafür sind auch die arbeitsfreien Tage an Auffahrt und Pfingsten.

Schweizer Detailhändler haben angesichts des starken Frankens einen schweren Stand: Otto's Warenposten in Sursee LU. (Archivaufnahme vom 20. Januar 2010)
Schweizer Detailhändler haben angesichts des starken Frankens einen schweren Stand: Otto's Warenposten in Sursee LU. (Archivaufnahme vom 20. Januar 2010)
Keystone

Zum Rückgang beigetragen haben sämtliche Konsumbereiche, welche in den Indikator einfliessen. So ist es bei den Neuimmatrikulationen von Autos geradezu zu einem Einbruch gekommen. Die Juni-Zahlen der Neuimmatrikulationen hinken dem Vorjahreswert um 12 Prozent hinterher, nachdem selbst noch im Mai ein sattes Plus zu verzeichnen war. Ebenfalls deutlich rückläufig war der Geschäftsgang im Detailhandel.

Die Konjunkturforschungsabteilung der UBS weist zwar darauf hin, dass der Konsumrückgang auch durch die aussergewöhnlich tiefe Zahl an Arbeitstagen beeinflusst worden sei, da Auffahrt und Pfingsten heuer auf den Juni fielen. Ein noch grösserer Einflussfaktor dürfte aber der starke Franken darstellen.

Einkäufe im Ausland nicht berücksichtigt

Da der Konsumindikator hauptsächlich den Konsum in der Schweiz misst, ist er rückläufig, wenn Einkäufe beispielsweise vermehrt im Aus- statt im Inland getätigt werden oder die Schweizer Bevölkerung Ferien im Ausland statt in der Schweiz verbringt.

Der Indikator unterschätze daher womöglich zurzeit die Dynamik des gesamten Privatkonsums, zu dem auch der Konsum im Ausland gehört, heisst es in der Medienmitteilung der UBS.

SDA/rub

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