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«Es gibt weiter Opium fürs Volk»

Der Immobilienfachmann Donato Scognamiglio erklärt, was die jüngsten Entscheide der amerikanischen und der Schweizerischen Notenbank für die Hauspreise und die Hypothekarverschuldung in der Schweiz bedeuten.

SNB-Präsident Thomas Jordan betont am Freitag die Gefahren der tiefen Zinsen für den Immobilienmarkt in der Schweiz.
SNB-Präsident Thomas Jordan betont am Freitag die Gefahren der tiefen Zinsen für den Immobilienmarkt in der Schweiz.
Walter Bieri, Keystone
Sie dürfte wegen der Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank noch für längere Zeit von einer Abkehr ihrer Geldpolitik absehen: Die Schweizerische Nationalbank.
Sie dürfte wegen der Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank noch für längere Zeit von einer Abkehr ihrer Geldpolitik absehen: Die Schweizerische Nationalbank.
Gaetan Bally, Keystone
Aber auch die Entscheidung der US-Notenbank (Fed), die Geldschleusen vollkommen offen zu lassen, sorgt weltweit tendenziell für ein anhaltend tiefes Zinsniveau: Die Rede des Fed-Chefs stösst an der US-Börse in New York auf grosses Interesse.
Aber auch die Entscheidung der US-Notenbank (Fed), die Geldschleusen vollkommen offen zu lassen, sorgt weltweit tendenziell für ein anhaltend tiefes Zinsniveau: Die Rede des Fed-Chefs stösst an der US-Börse in New York auf grosses Interesse.
Justin Lane, Keystone
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Herr Scognamiglio, wie wirken sich die Entscheide der Notenbanken der letzten Tage auf den Schweizer Immobilienmarkt aus?

Man könnte sagen, es gibt weiter Opium fürs Volk. Wir vergeben sozusagen Drogen zum Billigtarif, und immer mehr werden süchtig nach dem billigen Geld. Auf den Immobilienmärkten rentieren so selbst relativ unattraktive Objekte, einfach weil die Zinskosten derart tief liegen. Das heisst auch, dass die Versuchung, in Immobilien zu investieren, nach wie vor sehr gross bleibt.

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