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EU-Kommission sagt Derivate-Handel den Kampf an

Die EU-Kommission will im Handel mit Derivaten und Kreditausfallversicherungen eine Registrierungspflicht einführen. Auch Strafen gegen Missbrauch werden erwogen.

Finanzkommissar Michel Barnier will dazu neue Gesetze vorschlagen, sagte er am Montag vor einem Treffen der Eurogruppen-Finanzminister in Brüssel. Erwogen würden Strafen für einen Missbrauch in den bislang weitgehend unregulierten Märkten. Transparenter soll der Markt durch eine Registrierungspflicht werden.

«Wir möchten verstehen, was da läuft», sagte er mit Blick auf den Handel mit Kreditausfallversicherungen (CDS). Die Wetten mit CDS auf eine Staatspleite Griechenlands haben nach den Worten zahlreicher Politiker erheblich zur Euro-Krise beigetragen. «Wir müssen sicherstellen, dass diejenigen zur Verantwortung gezogen werden, die mit diesen Papieren handeln», sagte Barnier. «Das sind Leute, die nicht so gerne im Tageslicht arbeiten.» Im Oktober werde er konkrete Gesetzesvorschläge vorlegen.

Um künftig ein hektisches Krisenmanagement wie jetzt zu vermeiden, plant der Kommissar einen europäischen Vorsorgefonds. «Wir müssen dafür sorgen, dass der Steuerzahler nicht mehr als erster auf den Plan treten muss», sagte er unter Bezug auf den gerade aufgespannten Euro-Rettungsschirm im Volumen von 750 Milliarden Euro. Die Finanzminister der 16 Euro-Staaten wollten am Nachmittag über das weitere Vorgehen zur Stabilisierung des Euro beraten, der am Montag zwischenzeitlich auf 1,224 Dollar und damit den tiefsten Stand seit vier Jahren gestürzt war.

ddp/mt

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