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Euro fällt unter 1.11 – SMI tief im Minus

Der Franken ist den vierten Tag in Folge wieder stärker geworden. Nachdem ein Euro am Montag kurzzeitig fast 1.20 Franken gekostet hatte, war er heute wieder für unter 1.11 Franken zu haben.

Der Franken gewinnt gegenüber den wichtigsten Handelswährungen Euro und Dollar wieder an Wert. Um 14.50 Uhr kostete ein Euro lediglich noch 1,1085 Franken. Der Dollar wurde für 0,7770 Fr. gehandelt. Das sind fast 2 Rappen weniger als am Vortagesschluss.

Händler machten nach Angaben der Nachrichtenagentur AWP für die Währungsentwicklung die schlechte Konjunkturlage in der Eurozone verantwortlich. Auch Aussagen aus Bern, wonach die Schweiz mit einem starken Franken «wohl leben müsse», werden als Grund angeführt.

Sollten Investoren den Eindruck bekommen, die Schweiz bekämpfe die Frankenstärke nicht vehement genug, könnten sie wieder mehr Franken kaufen und so die Schweizer Währung weiter aufwerten.

Neues vom US-Arbeitsmarkt

Am Nachmittag veröffentlichen die USA neue Daten zur Arbeitslosigkeit. Die schwachen Zahlen am Arbeitsmarkt gelten als Hauptgrund dafür, dass die Fed möglicherweise bereits im September weitere Massnahmen zur Konjunkturstützung ergreifen könnte. In Amerika wurden im August keine Stellen neu geschaffen, wie das US-Arbeitsministerium am Nachmittag mitteilte. Die Arbeitslosenquote blieb bei 9,1 Prozent.

Die enttäuschenden Zahlen aus den USA setzten auch die Börse unter Druck. Die Unsicherheit verleite Anleger dazu, wegen zuletzt gestiegener Kurse ihre Titel zwecks Gewinneinstreichung zu verkaufen, hiess es am Markt. Die Schweizer Börse tauchte unmittelbar nach Bekanntgabe der Daten um 3,8 Prozent ins Minus.

Danach erholte sich das Börsenbarometer der Grosskonzerne SMI wieder leicht und notierte gegen 14.50 Uhr noch um 3,4 Prozent tiefer auf 5344,34 Punkten. Auch die anderen Börsen in Europa gingen auf Talfahrt. So gab der deutsche DAX um 3,6 Prozent nach, während die Pariser Börse um 3,4 Prozent sank. London lag derweil um 2,4 Prozent im Minus.

Nach Einschätzung der chinesischen Zentralbank nehmen die Risiken für die Weltwirtschaft zu. Die Stabilität der US-Staatsfinanzen sei gefährdet, die Euro-Schuldenkrise habe sich verfestigt und das Staatsdefizit Japans wachse, sagte Ma Delun, ein Vizegouverneur der Notenbank Chinas.

EZB: Italien-Reform «sehr wichtig»

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, sprach sich erneut für eine bessere Koordination der Haushalts- und Wirtschaftspolitik in den Euro-Ländern aus. Zugleich mahnte er Italien, Strukturreformen anzugehen.

Der von Premierminister Silvio Berlusconi angekündigte Ausgleich des Haushalts bis 2013 sei «extrem wichtig», sagte Trichet der italienischen Zeitung «Il Sole 24 Ore».

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