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Euro fällt unter 1.20 Franken

Die europäische Gemeinschaftswährung setzt ihre Talfahrt fort: Heute Morgen notiert sie bei einem Tiefststand von 1.1959 Franken. Mit der Schweizerischen Geldpolitik hat der Kurssturz nur indirekt zu tun.

Vor zwei Jahren war ein Euro noch über 1.60 Franken wert, dann begann seine Talfahrt. Anfangs 2010 kostete ein Euro bereits nur noch 1.50 Franken, Anfangs 2011 fiel er unter 1.30 Franken. Heute Morgen durchbrach die Gemeinschaftswährung eine weitere Schallmauer: Erstmals seit ihrer Lancierung im Jahr 1999 notierte der Euro unter 1.20 Schweizer Franken.

Der zwei Jahre anhaltende Sinkflug des Euro hat vor allem einen Grund: Griechenland und weitere Länder an der europäischen Peripherie sind hoch verschuldet, und die Eurozone verfügt über keinen konsistenten Plan, um die Schuldenkrise zu lösen. Auch der aktuelle Sturz des Euro steht im unmittelbaren Zusammenhang mit den Protesten in Griechenland.

Nationalbank stellt Preisstabilität in den Vordergrund

Der Schweizer Franken hat jedoch auch aus geldpolitischen Gründen zugelegt. Vor dem Zinsentscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB) um 9.30 Uhr kostete ein Euro noch 1.2028 Franken. Im weiteren Verlauf des Morgens fiel der Euro auf 1.1982 Franken. Zwar machte die SNB keine ausführlichen Angaben zu ihrer Währungspolitik. Doch will sie nach den Worten ihres Präsidenten alles tun, um die Preisstabilität zu gewährleisten.

«In allen unseren Überlegungen hat die Preisstabilität Priorität. Wir werden alles tun, um sie zu sichern – auch in Zukunft», sagte SNB-Präsident Philipp Hildebrand am Donnerstag auf Fragen, ob die Notenbank wieder am Devisenmarkt intervenieren würde. Die Inflationsprognose zeige, dass eine Anpassung der Geldpolitik nicht dringend sei, erklärte Hildebrand weiter.

SDA/ssc

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