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Euro klettert gegen 1.16 Franken

Der Schweizer Franken markiert einen neuen Tiefststand gegenüber dem Euro seit der Aufhebung des Mindestkurses. Auch der Wert des Dollars steigt.

Das für die Schweizer wichtigste Währungspaar ist in Bewegung: Euro-Franken-Kampf einer Basler Fasnachtsgruppe.
Das für die Schweizer wichtigste Währungspaar ist in Bewegung: Euro-Franken-Kampf einer Basler Fasnachtsgruppe.
Georgios Kefalas, Keystone
Der Euro-Kurs stieg im Sommer 2017 rasch von rund 1.10 Franken auf fast 1.16 am 21. September.
Der Euro-Kurs stieg im Sommer 2017 rasch von rund 1.10 Franken auf fast 1.16 am 21. September.
Gaëtan Bally, Keystone
Am Markt gab es zu Beginn des starken Aufwärtstrends im Sommer Spekulationen, die SNB helfe möglicherweise der Franken-Schwäche etwas nach. Das war aber nicht oder höchstens in kleinem Umfang so.
Am Markt gab es zu Beginn des starken Aufwärtstrends im Sommer Spekulationen, die SNB helfe möglicherweise der Franken-Schwäche etwas nach. Das war aber nicht oder höchstens in kleinem Umfang so.
Walter Bieri, Keystone
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Der Schweizer Franken hat heute gegenüber dem Euro weiter an Wert eingebüsst – nachdem bereits am Dienstag ein neuer Tiefstwert nach dem Ende des Mindestkurses Anfang 2015 erreicht worden war.

Um 14 Uhr kostete ein Euro 1,1590 Franken; im Verlauf des Handels legte die Gemeinschaftswährung bis auf 1,594 Franken zu. Am Dienstag hatte der Euro einen Spitzenwert von 1,1564 Franken erreicht.

 Gefragte Einheitswährung: Euro-Franken-Kurs am 21. September 2017 um 14 Uhr. (Screenshot Bloomberg)
Gefragte Einheitswährung: Euro-Franken-Kurs am 21. September 2017 um 14 Uhr. (Screenshot Bloomberg)

Den Grund dafür sehen Marktteilnehmer vor allem in der günstigen wirtschaftlichen Entwicklung in der Eurozone. Dabei bereitet sich die Europäische Zentralbank (EZB) langsam auf eine Abkehr von ihrer lockeren Geldpolitik vor. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat hingegen vergangene Woche an ihren rekordtiefen Negativzinsen von minus 0,75 Prozent festgehalten.

Zudem bekräftigten die Währungshüter ihre Bereitschaft, den Franken weiter über Devisenmarktinterventionen zu schwächen. Allerdings stufen sie die Landeswährung seit vergangener Woche nicht mehr als «deutlich überbewertet» ein, sondern als «hoch bewertet». Mit der neuen Wortwahl signalisierten sie eine Entspannung.

Dollar von Zinserwartungen beflügelt

Gegenüber dem Dollar hat der Euro allerdings im Nachgang zum Entscheid der amerikanischen Notenbank Fed am Mittwochabend an Wert eingebüsst. So fiel der Kurs von über 1,20 Dollar kurzzeitig auf unter 1,19 Dollar. Am Mittwochmittag lag der Kurs bei 1,1908 Dollar. Die Aussicht auf höhere Zinsen hat den Kurs des Dollars beflügelt.

Auch gegenüber dem Franken legte der Dollar zu. Um 14 Uhr stand der Kurs der US-Valuta bei 0,9740 Franken.
Auch gegenüber dem Franken legte der Dollar zu. Um 14 Uhr stand der Kurs der US-Valuta bei 0,9740 Franken.

Die Fed hat erwartungsgemäss den Schlüsselzins in der Spanne von 1,0 bis 1,25 Prozent belassen. Als erste grosse Notenbank weltweit dämmt sie jedoch die nach der Finanzkrise ausgelöste Geldflut ein. Sie will ihre mit Wertpapierkäufen auf 4,5 Billionen Dollar aufgeblähte Bilanz angesichts der brummenden Wirtschaft ab Oktober eindampfen, wie sie am Mittwochabend bekannt gab.

SDA/rub

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