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Euro steigt zum Franken sprunghaft an

Heute morgen übersprang der Euro die Grenze von 1.21 Franken deutlich und erreichte zeitweise fast 1.215. Liegt es an den Negtivzinsen, welche die CS einführen will?

Der Euro hat den dritten Handelstag in Folge deutlich an Wert gewonnen. Erstmals seit Ende Oktober notierte die Europäische Gemeinschaftswährung über 1,21 Franken.

Am Vormittag sprang der Euro von 1,2090 auf bis zu 1,2145 Franken. Das war der höchste Stand seit Mitte September, als die Europäische Zentralbank (EZB) die «Bazooka» ausgepackt und sich zu unbeschränkten Käufen von Anleihen notleidender Euro-Staaten bereit erklärt hatte. Um 16 Uhr stand der Euro bei 1,213 Franken und damit weiterhin deutlich über dem Mindestkurs von 1,20 Franken, den die Schweizerische Nationalbank (SNB) garantiert.

Analysten verwiesen zur Begründung des Kurssprungs auf Medienberichte, wonach die beiden Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse Negativzinsen auf grössere Franken-Einlagen von institutionellen Anlegern erheben wollten. Dies würde die Attraktivität der Schweizer Währung als «sicherer Hafen» schmälern.

UBS äusserte nicht konkret

Die CS erklärte dazu, die Credit Suisse habe unlängst beträchtliche Zunahmen von Anlageguthaben von Finanzinstitutionen verzeichnet. Dies laufe dem Bestreben der Bank zuwider, die Bilanz mit Blick auf strengere Eigenkapitalvorschriften zu optimieren.

Die UBS äusserte sich ebenfalls nicht konkret zu möglichen Eingriffen: Sie habe bereits im August 2011 darauf hingewiesen, dass die UBS bei einem starken Anstieg von Cash-Clearing-Kontobeständen von Kunden mit einer temporären Gebühr korrigierend eingreifen werde, hiess es in einer Stellungnahme.

Der Euro legte nicht nur gegenüber dem Franken, sondern auch zum Dollar zu. Erstmals seit Mitte Oktober notierte er vorübergehend über 1,31 Dollar. Bereits am Montag hatte die Gemeinschaftswährung davon profitiert, dass die Euro-Finanzminister Hilfen für spanische Banken von 39,5 Milliarden Euro gebilligt haben.

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