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«Eurokrise birgt zwei wichtige Konjunkturrisiken»

Nach Ansicht von Aymo Brunetti, Chefökonom des Bundes, hat die Intervention vom Wochenende die Flucht in den Franken nur kurzfristig gebremst.

Der Chefökonom des Bundes: Aymo Brunetti an einer Pressekonferenz.
Der Chefökonom des Bundes: Aymo Brunetti an einer Pressekonferenz.
Keystone

Herr Brunetti, die europäischen Staaten haben am Wochenende einen umfassenden Rettungsschirm unter Einbezug des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank aufgespannt, um das Vertrauen wiederherzustellen. Wie wird er sich auf die Schweizer Konjunktur auswirken? Kurzfristig sind die Folgen günstig. Aus Schweizer Sicht gibt es im Zusammenhang mit der Krise im Euroraum zwei wichtige Konjunkturrisiken: eine übermässige Frankenaufwertung sowie eine deutliche Konjunkturabschwächung im Euroraum. Beides wäre negativ für unsere Exporte. Die Interventionen vom Wochenende dürften das Risiko einer Flucht in den Franken zumindest kurzfristig gedämpft haben. Auch für die Konjunkturperspektiven des Euroraums ist es gut, wenn eine Eskalation an den Finanzmärkten verhindert werden kann. Mittelfristig könnte jedoch die EU-Wirtschaft vor schwierigen Zeiten stehen und der Franken unter Aufwertungsdruck bleiben, da die strukturellen finanzpolitischen Probleme im Euroraum nicht gelöst sind.

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