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Eurokrise vermiest Anlegern die Stimmung

Aufgeflammte Sorgen um die Eurozone belasteten den Schweizer Aktienmarkt. Neben Zypern sorgten sich die Investoren auch wieder stärker um ein weiteres EU-Land.

Finanzwerte standen besonders unter Druck: Löwe vor der Schweizer Börse in Zürich. (Archivbild Keystone)
Finanzwerte standen besonders unter Druck: Löwe vor der Schweizer Börse in Zürich. (Archivbild Keystone)
Keystone

Nach einem freundlichen Handelsauftakt sanken die Indizes bis am heute Mittag deutlich in die Minuszone. Am späteren Nachmittag konnte der Markt im Einklang mit den US-Börsen noch einen Teil der Tagesverluste wettmachen. Angesichts der nahenden Osterfeiertage und des Quartalsabschlusses waren die Volumen laut Händlern tief.

Neben den Sorgen um die Zypern-Rettung richteten sich die Blicke der Anleger auch wieder stärker nach Italien, wo weiterhin keine Fortschritte in der Regierungsbildung sichtbar sind. Auch eine Emission italienischer Anleihen verlief am Mittwoch nicht so erfolgreich wie erhofft: Der angestrebte Betrag wurde nicht erreicht.

Minus ein Viertel Prozent

Der Swiss Market Index (SMI) lag zum Schluss 0,25 Prozent im Minus bei 7780,17 Punkten. Der breite Swiss Performance Index (SPI) gab um 0,23 Prozent auf 7209,15 Zähler nach. Schwach präsentierten sich angesichts der herrschenden Unsicherheit die Finanzwerte. Bei den Banken verloren die Aktien der UBS 1,6 Prozent und jene von Julius Bär 0,9 Prozent. Dagegen drehten die Papiere der Credit Suisse (+0,1 Prozent) zum Schluss des Handelstages gar noch ins Plus. Die Bank teilte am Morgen eine Übernahme im Vermögensverwaltungsgeschäfts mit Gesamtvermögen von 13 Milliarden Dollar mit.

Tagesverlierer waren die Titel von Swiss Life mit einem Minus von 2,0 Prozent. Unter den weiteren Versicherungstiteln verloren Zurich 0,3 Prozent und Swiss Re 0,1 Prozent. Die am breiten Markt kotierten Titel der National Suisse gaben nach Publikation der Jahreszahlen 1,4 Prozent nach. Zwar wurde das Ergebnis am Markt als solid bezeichnet, für Enttäuschung sorge allerdings der Dividendenvorschlag.

Novartis nicht mehr «Most Preferred» der UBS

Unter den zyklischen Titeln verloren die Aktien von Sulzer (-1,7 Prozent) und Syngenta (-1,6 Prozent) deutlich. Die Analysten der HSBC haben die Einstufung für die Papiere des Agrochemie-Konzerns auf «Neutral» von «Overweight» gesenkt. Die derzeitige hohe Bewertung der Titel lasse nur noch wenig Aufwärtspotenzial, heisst es zur Begründung.

Die Valoren des Pharmakonzerns Novartis (-0,5 Prozent) zeigten sich den ganzen Tag über schwach. Das Aktienresearch der UBS hat die Papiere von ihrer «Most Preferred List» gestrichen, bleibt aber beim Rating «Buy». Nicht nur Novartis, sondern die gesamte Pharmabranche erwarte mit Nervosität ein für den 1. April erwartetes indisches Gerichtsurteil zum Patentschutz des Novartis-Medikaments Glivec, hiess es am Markt. Die Aktien von Roche schlossen 0,1 Prozent im Minus.

Spekulationen um Nestlé

Die Titel von Nestlé (+0,2 Prozent) beendeten den Börsentag dagegen etwas höher. Am Markt wurde über einen möglichen Verkauf der L'Oreal-Beteiligung mit einer entsprechenden Sonderausschüttung für die Aktionäre spekuliert, nachdem US-Investmentbanken das Thema ins Gespräch gebracht haben.

Im Plus schlossen auch die Titel des Luxusgüter-Herstellers Swatch (+0,9 Prozent). Das Unternehmen vermeldete am Morgen den erfolgreichen Abschluss der Akquisition der amerikanischen Schmuck- und Uhrenmarke Harry Winston. Die Aktien des Branchennachbarn Richemont (-1,3 Prozent) gehörten dagegen zu den klaren Tagesverlierern.

Schindler, Swisscom und Transocean legen zu

Ebenfalls fester schlossen die Papiere von Schindler (+0,5 Prozent). Der Lifthersteller hatte am Vorabend den Rückzug aus seinem Engagement beim IT-Grosshändler ALSO bekanntgegeben. Zu den weiteren Gewinnern gehörten auch die Titel von Swisscom (+0,6 Prozent) und Transocean (+2,4 Prozent).

Am breiten Markt legten die Emmi-Aktien nach der Vorlage der Jahreszahlen um 0,7 Prozent zu. Die Gewinnzahlen lagen leicht über den Schätzungen der Analysten und wurden am Markt entsprechend als «solide» beurteilt.

SDA/rub

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