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Finanzkrise: IWF gibt keine Entwarnung

Der Internationale Währungsfonds sorgt sich weiterhin um den Finanzsektor. Vor allem zwei Länder beunruhigen ihn.

Sorgt sich um die Zukunft: Der Internationale Währungsfonds, hier der Hauptsitz in Washington.
Sorgt sich um die Zukunft: Der Internationale Währungsfonds, hier der Hauptsitz in Washington.
Reuters

Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt vor wachsende Gefahren für die Erholung der Weltwirtschaft. Die jüngsten Turbulenzen bei Staatsanleihen und die anhaltende Schwäche im Finanzsektor hätten die Risiken erhöht, hiess es in einer am Freitag bekannt gewordenen IWF-Einschätzung.

Zwar hätten die Hilfen der EU für das überschuldetet Griechenland die Finanzmärkte beruhigen können. Bei neuen Anleihe-Turbulenzen drohten aber widrige Wechselwirkungen mit der Finanzbranche, die auf die Realwirtschaft übergreifen könnten. Die Finanzierungskosten der Banken könnten steigen, die Kreditbedingungen sich verschlechtern und die Kapitalflüsse abebben.

US-Immobilienmarkt bleibt ein Risiko

Auch der kriselnde US-Immobilienmarkt sei weiter ein Risiko für die Weltkonjunktur, so der IWF. Die zunehmende Zahl von Zwangsversteigerungen könnte die Banken-Bilanzen belasten und dazu führen, dass der Wirtschaft weniger Kredite zur Verfügung gestellt werden.

In den ersten sechs Monaten 2010 sei die Weltwirtschaft zwar etwas stärker gewachsen als erwartet. Aber im zweiten Halbjahr und im ersten Halbjahr 2011 dürfte sich das Wachstum vorübergehend verlangsamen, schrieb der IWF.

Wirtschaftswachstum geht weiter

An seiner Konjunkturprognose änderte der IWF in seiner Lagebeurteilung für das Treffen von G20-Finanzexperten vor einer Woche im südkoreanischen Gwangju aber nichts. Der Fonds geht weiter von einem Wirtschaftswachstum von 4,6 Prozent in diesem und 4,3 Prozent im nächsten Jahr aus, nach einem Rückgang von 0,6 Prozent im Krisenjahr 2009.

SDA/miw

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