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Frankreich sammelt Milliarden ein

Frankreich hat Staatsanleihen von fast 8 Milliarden Euro ausgegeben, muss dafür aber höhere Zinsen anbieten. Die Auktion war mit Spannung erwartet worden.

Die Aussichten waren auch schon mal besser: Staatspräsident Nicolas Sarkozy bei einer Veranstaltung am Neujahrstag.
Die Aussichten waren auch schon mal besser: Staatspräsident Nicolas Sarkozy bei einer Veranstaltung am Neujahrstag.
Keystone

Frankreich hat am Donnerstag Staatsanleihen im Wert von 7,96 Milliarden Euro am Markt platziert. Allerdings musste der Staat bei der Auktion etwas höhere Zinsen als bei der letzten derartigen Ausgabe zahlen. Um Frankreich 4,02 Milliarden Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren zu leihen, verlangten Anleger Zinsen von 3,29 Prozent. Im Dezember waren es noch 3,18 Prozent.

Die meisten der am Donnerstag abgesetzten Anleihen hatten eine zehnjährige Laufzeit. Die Nachfrage übertraf das Angebot, fiel aber weit geringer aus als bei der letzten Auktion im Dezember. Wegen Sorgen, die europäische Finanzkrise könnte sich auf wichtige Länder wie Frankreich ausweiten, hatten Investoren die Auktion genau beobachtet.

Frankreich steht unter Druck, das Top-Rating «AAA» für seine Kreditwürdigkeit zu verlieren. Denn die Verschuldung der Grande Nation rückt immer stärker in den Fokus der Finanzmärkte. Die Zinsen für die zehnjährigen Papiere zogen bei der Emission zwar leicht an, blieben aber ähnlich dem Niveau von rund 3,3 auf dem Sekundärmarkt. Bei den 30-jährigen Anleihen erhöhte sich die Rendite knapp auf 3,97 von 3,94 Prozent.

Portugal wird tieferer Zinssatz gewährt

Portugal hat bereits am Mittwoch kurzfristige Staatsanleihen im Wert von einer Milliarde Euro ausgegeben. Die Anleger verlangten für die dreieinhalb Monate laufenden Papiere vom stark verschuldeten Euro-Staat einen Zinssatz von 4,346 Prozent. Dies teilte die für Staatsanleihen zuständige Behörde mit. Bei der Ausgabe der letzten Staatsanleihen Anfang Dezember hatte der Zinssatz noch bei 4,873 Prozent gelegen.

Ebenfalls am Mittwoch platzierte Deutschland neue Anleihen am Markt. Das Interesse der Investoren fiel verhalten aus, wie aus einer Mitteilung der Bundesbank hervorgeht. Deutschland habe Anleihen für fünf Milliarden Euro ausgegeben und dafür Angebote für 5,14 Milliarden Euro erhalten. Die Zinsen, die der Staat für seine Schulden zahlen muss, bleiben im europäischen Vergleich weiter niedrig: Durchschnittlich sind laut Bundesbank 1,93 Prozent fällig.

SDA/mpl

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