Zum Hauptinhalt springen

Gerold Bührer nimmt womöglich am Dienstag den Hut

Vieles deutet darauf hin, dass der Präsident von Economiesuisse bei der Vorstandssitzung auf eine dritte Amtszeit verzichtet. Auf Bührer wartet offenbar ein verlockendes Angebot aus der Privatwirtschaft.

Will es künftig ruhiger angehen lassen: Gerold Bührer.
Will es künftig ruhiger angehen lassen: Gerold Bührer.
Keystone

Am Dienstag wird Economiesuisse-Präsident Gerold Bührer in einer Sitzung des Vorstandsausschusses seinen Rücktritt per Ende August beantragen. Diesen Sachverhalt bestätigen mehrere voneinander unabhängige Quellen gegenüber der «SonntagsZeitung».

Seinen Rücktrittswunsch hat er zuletzt vor wenigen Tagen einer Handvoll Vertrauter telefonisch angekündigt. Der 63-jährige Freisinnige, der kürzlich die frühere Berner Regierungsrätin Elisabeth Zölch geheiratet hat, will künftig das Leben ruhiger angehen. Das Präsidium von Economiesuisse ist ein 50-Prozent-Pensum, das ihm angeblich rund 120'000 Franken einbringt.

Mögliches Problem der Nachfolge

Die grosse Frage ist, ob geeignete Nachfolger bereit stehen. Die Präsidiumswahl findet bereits am 31. August an der Generalversammlung am Tag der Wirtschaft statt. Mögliche Nachfolger könnten aber erst in einem Jahr bereit sein, für Bührer zu übernehmen. Laut der «SonntagsZeitung» gehören zu den Favoriten auf seine Nachfolge nebst den drei Vizepräsidenten Hans Hess, Christoph Mäder und Patrick Odier auch das Vorstandsmitglied Rolf Soiron. Der Basler Historiker ist jedoch bereits Präsident der Denkfabrik Avenirsuisse und Verwaltungsratsmitglied der Lonza.

In den vergangenen Wochen hat Bührer im innersten Machtzirkel der Economiesuisse immer wieder erklärt, dass er es bei zwei Amtsperioden belassen wolle. Angesichts der möglicherweise schwierigen Regelung seiner Nachfolge, könnte er sich aber zum Bleiben überreden lassen, hiess es aus Bührers Umfeld. Der Economiesuisse-Chef selber wollte sich zu den Recherchen gegenüber der «SonntagsZeitung» nicht äussern.

UBS lockt mit Mandat

Wie es aus dem Umfeld von Gerold Bührer heisst, winkt ihm für die Zeit nach dem Wirtschaftsverband das lukrative Angebot einer Grossbank, als Berater tätig zu werden. Dem Vernehmen nach soll es sich um ein Mandat bei der UBS handeln. Bührer war in früheren Jahren in leitenden Funktionen bei der damaligen Schweizerischen Bankgesellschaft tätig. Das Angebot der UBS kann er jedoch nur annehmen, wenn er bei der Economiesuisse nicht mehr in der Verantwortung steht.

Bührer ist zurzeit noch Verwaltungsrat von Swiss Life, Georg Fischer, Züblin Immobilien, Bank Sal. Oppenheim Schweiz und vom Strassen- und Tiefbauunternehmen Cellere. Ebenfalls ist der studierte Ökonom Mitglied des Bankrats der Nationalbank.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch