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«Im Quartierladen sind Preisvergleiche egal»

Die Zukunft des Einkaufens sei emotionaler, besagt eine neue Studie. Mitautor David Bosshart begründet, wieso Qualität und Herkunft wichtiger würden und sich das Preisargument nicht durchsetze.

Chantal Hebeisen
Zeigt immer aktuell an, wie viel man spart und erfasst das Einkaufsverhalten der Kunden: Das Selbstscanning-System Passabene von Coop.
Zeigt immer aktuell an, wie viel man spart und erfasst das Einkaufsverhalten der Kunden: Das Selbstscanning-System Passabene von Coop.
Keystone

Herr Bosshart, Sie haben untersucht, wie die Menschen künftig einkaufen werden. Wie sieht der Laden der Zukunft konkret aus? Der Lebensmittelladen wird tendenziell kleiner, mit einem Sortiment, das sehr stark den lokalen Bedürfnissen angepasst ist. Dies lässt sich heute gut umsetzen, weil Kundenkarten immer mehr und immer bessere Daten liefern: Anbieter sehen, was die Kunden eines bestimmten Geschäfts bevorzugt kaufen und können ihr Sortiment entsprechend anpassen. Ausserdem wird der grösste Teil der Lebensmittel spontan gekauft. Der Laden der Zukunft wird noch mehr regionale Produkte verkaufen, die ein hohes Vertrauen und eine hohe Identifikation geniessen. Denn der Megatrend wird auch in den nächsten zehn Jahren die Frische der Lebensmittel sein. Es kann entscheidend sein, dass man den Käse als Bündner Bergkäse deklariert oder die Bratwurst als eine aus St. Gallen. Damit schafft man eine hohe emotionale Bindung.

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