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In den Schweizer Berggebieten herrscht Optimismus

Mehr Schneesportabos und Reservierungen als im Vorjahr: Hotelbranche und Bergbahnen hoffen auf eine gute Wintersaison. Vor allem über die Feiertage wird es Herrn und Frau Schweizer in die Höhe ziehen.

«Montag und Dienstag hätten wir am liebsten Neuschnee, dann Sonne, denn am Donnerstag wird gebucht»: Wintersportler auf einem Sessellift in der Nähe von Davos. (Archivbild)
«Montag und Dienstag hätten wir am liebsten Neuschnee, dann Sonne, denn am Donnerstag wird gebucht»: Wintersportler auf einem Sessellift in der Nähe von Davos. (Archivbild)
Keystone

Der Vorverkauf von Skiabos für den kommenden Winter stimmt die Chefs der Bündner Bergbahnen optimistisch. Die Verkäufe liegen mindestens auf Vorjahresniveau oder bis zu zehn Prozent darüber.

Von einem «guten Vorverkauf» spricht Silvio Schmid, Präsident des Branchenverbandes Bergbahnen Graubünden und Direktor der Skiarena Andermatt/Sedrun. Im Falle von Andermatt/Sedrun liege der Vorverkauf von Jahresabos um fünf bis zehn Prozent über jenem des Vorjahres, sagte Schmid.

Im Oberengadin wurden 4,6 Prozent mehr Schneesportabos abgesetzt als zu Beginn des Vorjahreswinters. Laut Markus Meili, Geschäftsführer von Engadin St. Moritz Mountains, entspricht die Zunahme in etwa den üblichen Schwankungen im Verkauf.

In etwa den gleichen Verkauf wie im Vorjahr melden die Davos Klosters Bergbahnen. Der Saisonstart stimme positiv, sagte Bergbahn-Sprecher Frèdéric Petignat. Seit Mitte November schon bieten die Bergbahnen in Davos einen täglichen Transportbetrieb auf den Pisten an. «Wir stellen damit Schneesicherheit unter schwierigen Bedingungen unter Beweis», sagte Petignant.

Entscheidend sind die Wochenenden

Verhalten optimistisch blickt die Bündner Hotelbranche dem kommenden Winter entgegen, wie Ernst Wyrsch, Präsident von Hotelleriesuisse Graubünden, auf Anfrage sagte. Wenn Wetter und Schnee mitspielten, werde die Saison 2014/15 besser als die letzte.

Ein Grund für Optimismus sei, dass sich die Hotellerie inzwischen gut auf den ungünstigen Wechselkurs zwischen Franken und Euro eingestellt habe. Es sei gelungen, neue Gäste im oberen Preissegment zu gewinnen.

Einig sind sich die Bergbahn-Chefs und die Patrons in der Hotellerie, dass auch in der neuen Saison die Wochenenden entscheidend für das Geschäft sein werden. Wyrsch sagt: «Montag und Dienstag hätten wir am liebsten Neuschnee, dann Sonne, denn am Donnerstag wird gebucht.»

Flachländer ziehts in die Berge

Flachländer ziehts über die Weihnachts- und Neujahrstage auch dieses Jahr wieder in die Höhe: In den Tourismusorten des Berner Oberlands liegt derzeit der Buchungsstand etwa auf dem Niveau der Vorjahre oder leicht darüber.

In der Jungfrau-Region sind viele Hotels über die Festtage bereits komplett ausgebucht: Das ergab diese Woche eine eigens für die Nachrichtenagentur sda durchgeführte Umfrage der Berner Dachmarketingorganisation BE! Tourismus AG in sechs von sieben Berner Oberländer Tourismusdestinationen.

Ein Grund für das grosse Interesse sei sicherlich, hiess es in der Jungfrau-Region, dass die Feiertage in diesem Jahr auf «geeignete» Wochentage fielen. Der Weihnachtstag fällt auf einen Donnerstag, der Neujahrstag ebenfalls. Tendenziell sind in der Jungfrau-Region die Hotels besser belegt als im Vorjahr.

In der Region Adelboden-Frutigen ist das Interesse an Hotelzimmer gleich hoch wie im Vorjahr, der Buchungsstand in der Parahotellerie hingegen deutlich höher. In der Destination Gstaad-Saanenland liegen etwa gleich viele Buchungen für Hotelzimmer vor. Das Interesse an von der Tourismusorganisation vermittelten Ferienwohnungen ist etwas tiefer als im Vorjahr.

Im Haslital sind die Unterkünfte gleich gut oder besser belegt, in der Region Interlaken melden 65 Prozent der Hotels ein gleich grosses Interesse wie im Vorjahr, 25 Prozent hingegen ein kleineres. Im Simmental und an der Lenk ist der Stand der Buchungen bei den Ferienwohnungen etwa gleich wie in früheren Jahren und bei den Hotels leicht besser.

Kurzfristig buchen im Trend

Viele Hoteliers und Ferienwohnungsbesitzer hoffen, dass in den nächsten Tagen Schnee fällt. Denn in diesem Fall gehen sie von weiteren, kurzfristigen Buchungen aus. Die Touristiker der Region Adelboden-Frutigen meldeten BE! Tourismus, dass das kurzfristige Buchungsverhalten immer weiter zunimmt.

Die Destination Lenk-Simmental will die Marketing-Massnahmen verstärken, sobald es kälter wird und Schnee fällt.

Schnee «sehr wichtig», aber. . .

Dass im Winter in den Tourismusorten Schnee liegt, ist für die Touristiker nach wie vor wichtig. Schneesicherheit bleibe für Winterferien «zentral» oder «ein sehr wichtiger Faktor», heisst es in der Zusammenfassung der Umfrageergebnisse von BE! Tourismus.

Andere Faktoren spielen aber immer stärker eine Rolle - etwa Winterwandern, Wellness, Eislauf, Langlauf und vom Schnee unabhängige Alternativangebote wie Curling, Klettern und Bowling.

Die Berner Tourismus-Dachorganisation fragte auch nach dem Stand der Buchungen in Stadtberner Hotels. Das Interesse an einem Aufenthalt in der Bundesstadt über die Feiertage ist etwa gleich gross wie in den Vorjahren.

SDA/ajk

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