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Inflation so hoch wie seit Jahren nicht mehr

Die Inflation in der Eurozone ist im April auf auf 2,8 Prozent gestiegen und bereitet der Europäischen Zentralbank Sorgen. Preistreiber war erneut die Energie. Der Leitzins dürfte bald weiter angehoben werden.

Die Konsumentenpreise kletterten in Eurozone vor allem wegen teurer Energie um 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie die Statistikbehörde Eurostat nach endgültigen Berechnungen mitteilt. Sie lag damit deutlich über den «unter, aber nahe bei 2 Prozent», welche die Europäische Zentralbank (EZB) als Stabilitätsziel auf ihre Fahnen geschrieben hat.

Einen stärkeren Anstieg hatte es zuletzt im Oktober 2008 mit 3,2 Prozent gegeben. Im März hatte die Inflationsrate bei 2,7 Prozent gelegen.

Gut wäre unter zwei Prozent

Stabile Preise sieht die Europäischen Zentralbank mittelfristig bei Teuerungsraten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet und hat deshalb bereits im April die Zinswende eingeläutet.

Preistreiber im Währungsraum war erneut die Energie. Ohne diesen Bereich hätte die Inflation nur bei 1,8 Prozent gelegen. Tanken etwa verteuerte sich um knapp 15 Prozent.

Leitzins wird vermutlich im Juli erhöht

Die EZB hatte Anfang Mai auf eine weitere Anhebung des Leitzinses verzichtet, offenbar auch mit Rücksicht auf die Problemstaaten am Rande der Eurozone. Analysten erwarten, dass die Zentralbank im Juli das Geld erneut verteuern wird, um die Inflation zu dämpfen. Im April hatte die EZB den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 1,25 Prozent angehoben, nachdem er fast zwei Jahre lang auf dem Rekordtief von 1,0 Prozent geblieben war.

Am geringsten blieb im April der Anstieg der Verbraucherpreise in Irland (1,5 Prozent) und Tschechien (1,6 Prozent). Die stärkste Teuerung verzeichneten von den Euroländern Estland mit 5,4 Prozent und unter den Nicht-Euro-Staaten Rumänien mit 8,4 Prozent. Deutschland lag mit 2,7 Prozent nur knapp unter dem Durchschnittswert der Eurozone. Problemfall Portugal war mit 4,0 Prozent Preissteigerung vertreten, Griechenland mit 3,7 Prozent und Spanien mit 3,5 Prozent.

sda/dapd/bru

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