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Island erlebt ein Drama ohne Ende

Das isländische Volk hat Ministerpräsidentin Johanna Sigurdardottir politisch einen Korb gegeben. Nun muss der Efta-Gerichtshof in Luxemburg über die Schuldenrückzahlung im Icesave-Konflikt entscheiden.

Bruno Kaufmann, Reykjavik
Nach Volksnein enttäuscht: Ministerpräsidentin Sigurdardottir.
Nach Volksnein enttäuscht: Ministerpräsidentin Sigurdardottir.
AFP

In der Stunde der drohenden Staatspleite trat vor zwei Jahren die frühere Flugbegleiterin Johanna Sigurdardottir auf die Bühne: Als allseits respektierte «Super-Johanna» wollte die bald 70-jährige Sozialdemokratin den Nordatlantikstaat zurück zum Erfolg führen – und setzte dabei vor allem auf vertiefte Beziehungen zu Europa. Am Wochenende erhielt sie dafür von den Stimmberechtigten des Landes jedoch politisch einen Korb – in Form des deutlichen Neins zum Rückzahlungsabkommen mit den Niederlanden und Grossbritannien. «Das schlechteste denkbare Resultat», kommentierte eine zerknirschte Regierungschefin und fügte hinzu: «Jetzt haben wir noch mehr Probleme mit dem Ausland und dazu ein gespaltenes Volk».

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