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IWF treibt Spanien zu Reformen an

Nach den ersten Rettungsaktionen für Griechenland wendet sich der Währungsfonds nun Madrid zu: Er fordert sofortige Aktionen auf dem Arbeitsmarkt.

20 Prozent der Spanier sind arbeitslos: Demonstration für «würdevolle Arbeit» am 16. Mai in Madrid.
20 Prozent der Spanier sind arbeitslos: Demonstration für «würdevolle Arbeit» am 16. Mai in Madrid.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Spanien zu weitreichenden Wirtschaftsreformen aufgefordert. Vor allem auf dem Arbeitsmarkt und im Bankensystem seien rasche Massnahmen erforderlich, betonte der IWF in einem Montag in Madrid veröffentlichten Bericht.

«Der Arbeitsmarkt funktioniert nicht», betonte der IWF unter Hinweis auf die hohe Arbeitslosenquote von über 20 Prozent in Spanien. Es sei eine ehrgeizige und umfassende Reform nötig, um die Flexibilität zu erhöhen und Neueinstellungen zu fördern.

Spanien will nächste Woche handeln

Der IWF unterstützte die Sparmassnahmen der Madrider Regierung zur Sanierung der Staatsfinanzen. Der Fonds räumte allerdings ein, dass die gesteckten Ziele möglicherweise nicht erreicht werden könnten, weil die Sparpläne von einer relativ raschen Erholung der Konjunktur ausgingen.

Die spanische Regierung will noch in dieser Woche eine Arbeitsmarktreform auf den Weg bringen. Die grösste Gewerkschaft des Landes CCOO hat Gesprächsbereitschaft signalisiert, zugleich aber mit einem Generalstreik gedroht.

Die spanische Wirtschaft erholt sich nach Einschätzung des IWF nur schrittweise von den Folgen der schweren Rezession. Mittelfristig sei mit einem Wachstum von 1,5 bis zwei Prozent zu rechnen. Für das laufende Jahr erwartet der IWF ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung von 0,4 Prozent, 2011 sei ein Wachstum von 0,9 Prozent in Sicht.

SDA/oku

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