Zum Hauptinhalt springen

Japan sieht sich seiner Illusionen beraubt

Der Yen wird stärker und stärker – trotz der im Februar eingeführten Negativzinsen. «Abenomics», Japans Stimulierungspolitik, droht damit zu scheitern – ein Warnsignal.

Robert Mayer
Sieht seinen wirtschaftspolitischen Spielraum wegen des erstarkenden Yen zunehmend eingeengt: Japans Ministerpräsident Shinzo Abe.
Sieht seinen wirtschaftspolitischen Spielraum wegen des erstarkenden Yen zunehmend eingeengt: Japans Ministerpräsident Shinzo Abe.
Yuya Shino, Reuters

Schlechte Nachrichten für Japan und namentlich für Haruhiko Kuroda, den Notenbankchef des Landes: Der Dollar ist im gestrigen Handel unter die Marke von 109 Yen gefallen und hat heute zeitweise bis knapp über 108 Yen weiter nachgegeben. Die japanische Währung kletterte damit auf den höchsten Stand seit dem 30. Oktober 2014. Einen Tag später, an Halloween, hatte Kuroda die ganze Welt verblüfft mit seiner Ankündigung, das Anleihenkaufprogramm der Bank of Japan von bisher 60 bis 70 Milliarden Yen pro Jahr auf ein Volumen von 80 Milliarden aufzustocken. Entsprechend heftig reagierten damals die Märkte. Der Yen büsste noch am gleichen Tag beinahe 3 Prozent gegenüber dem Dollar ein und geriet auf eine bis Juni 2015 währende abschüssige Bahn, in deren Verlauf sich die US-Valuta bis auf ein 13-Jahres-Hoch von knapp 126 Yen verteuerte.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen