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Japans Exporte schrumpfen um 10 Prozent

Die asiatische Wirtschaftsmacht hat seit über einem halben Jahr jeden Monat weniger exportiert. Im Jahresvergleich summiert sich das.

Versucht die japanische Wirtschaft zum Laufen zu bringen: Der Premierminister Shinzo Abe bei einer Session der Budgetkommission im Parlament. (13. Mai 2016)
Versucht die japanische Wirtschaft zum Laufen zu bringen: Der Premierminister Shinzo Abe bei einer Session der Budgetkommission im Parlament. (13. Mai 2016)
Kazuhiro Nogi, AFP

Die Konjunkturabkühlung in China und der starke Yen haben die japanische Exporte im April einbrechen lassen. Sie fielen um 10,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Finanzministerium am Montag in Tokio bekanntgab. Das war bereits der siebte Rückgang in Folge.

Ökonomen hatten mit einem Minus in dieser Grössenordnung gerechnet. Die Importe brachen sogar um 23,3 Prozent ein und damit deutlicher als erwartet. «Asien und die weltweite Konjunktur bleiben schwach», begründete der Chefvolkswirt des Forschungsinstituts Norinchukin, Takeshi Minami, die schrumpfende Nachfrage nach japanischen Waren.

Keine Trendwende erwartet

«Dazu kommt noch, dass der steigende Yen-Kurs die Gewinnmargen der Exporteure drückt, was auf Löhne und Investitionen durchschlagen dürfte.» Der Autobauer Toyota etwa erwartet wegen der Wechselkurseffekte einen Gewinneinbruch von 35 Prozent im laufenden Geschäftsjahr.

Eine rasche Trendwende ist nicht in Sicht, im Gegenteil: Die Exportaufträge fielen im Mai so stark wie seit dreieinhalb Jahren nicht mehr, wie eine Markit/Nikkei-Umfrage unter Unternehmen ergab.

Die nach den USA Und China drittgrösste Volkswirtschaft der Welt war von Januar bis März mit einer auf das Jahr hoch gerechneten Rate von 1,7 Prozent gewachsen, nachdem es im Schlussquartal 2015 ein Minus von 1,7 Prozent gegeben hatte. Für das laufende Quartal zeichnet sich Exporten zufolge aber wieder eine merkliche Abkühlung ab.

SDA/mch

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